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Lupe Frankreich weiter ohne Punktverlust

Am ersten Hauptrundenspieltag kam es zur Neuauflage des letzten EM-Endspiels - und wieder hatten die Franzosen die Nase vorn. In der anderen Gruppe präsentierte sich Dänemark in Galaform.

Titelverteidiger Frankreich hat die Neuauflage des Endspiels von 2006 gewonnen und ist nur noch einen Sieg vom Einzug ins Halbfinale der Handball-EM entfernt. In einem am Ende packenden Duell mit Spanien setzte sich der Europameister am Dienstag in Trondheim mit 28:27 (15:15) durch. Vor dem Gipfeltreffen der Hauptrundengruppe II mit Weltmeister Deutschland an diesem Mittwoch (18.15 Uhr/ARD) sind die Franzosen als einziges Team noch ohne Punktverlust und führen die Tabelle mit 6:0 Punkten an.

«Das Spiel gegen Deutschland ist für uns ein ganz besonderes. Zum einen geht es um den Einzug ins Halbfinale, zum anderen ist es das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften seit dem WM-Halbfinale vor einem Jahr», sagte Frankreichs Trainer Claude Onesta. Vor 1890 Zuschauern im Spektrum vergaben die Spanier in der Schlussminute durch einen leichtfertigen Ballverlust die Chance auf den Ausgleich. Beste Werfer waren der ehemalige Gummersbacher Daniel Narcisse (7) für Frankreich sowie Albert Rocas, Iker Romero und Alberto Entrerrios (je 5) für Spanien. Im dritten Gruppenspiel trennten sich Schweden und Ungarn 27:27 (14:16).

Dänemark deklassiert Kroatien
Für eine riesige Überraschung sorgte in der Gruppe I Dänemark. Der WM-Dritte deklassierte Olympiasieger Kroatien mit 30:20 (15:9). 4601 Zuschauer sahen in der vom deutschen Schiedsrichter-Duo Frank Lemme/Bernd Ulrich geleiteten Partie desolate Kroaten, die nie ins Spiel fanden. Die Dänen kompensierten den frühen Ausfall von Lars Krogh Jeppesen, der in der 13. Minute wegen groben Foulspiels Rot sah und hatten im Hamburger Hans Lindberg (7) ihren besten Werfer.

Tabellenführer der Gruppe 1 ist Norwegen. Der Gastgeber trennte sich vom WM-Zweiten Polen 24:24 (13:12) und erlitt im vierten Spiel den ersten Punktverlust. Kjetil Strand (9) für Norwegen und Marcin Lijewski (Flensburg-Handewitt/8) für Polen warfen die meisten Tore. Zuvor hatte Slowenien EM-Neuling Montenegro mit 31:29 (16:13) bezwungen. (dpa)