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Tiger Woods schnaubt vor Wut

21. Jul 2007 12:03

Tiger Woods
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Foto: AP
Der tückische Seewind hat so manchem Golfprofi bei den British Open einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Spanier nährt indes die Hoffnung, dass der Titel nach acht Jahren wieder in Europa bleibt.
Der Höhenflug des spanischen Golfprofis Sergio Garcia hält auch im tückischen Seewind bei der 136. British Open Championship in Carnoustie an. Beflügelt von seinem mitreißenden 65er-Schlussakkord am Donnerstag verteidigte der 27-jährige Heißsporn nur 20 Stunden später den Spitzenplatz des wichtigsten Golfturniers weltweit. Auf der Jagd nach seinem ersten Major-Titel seiner Karriere ließ der Weltranglisten-13. am Freitag mit 71 Schlägen auf dem Dünen- Kurs an der schottischen Nordseeküste eine Par-Runde (Platzstandard) zum Gesamtscore von 136 Schlägen folgen und setzte sich damit um zwei Schläge vom Verfolgerfeld ab.

Spuckend und stampfend

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Nur der Südkoreaner K.J. Choi (138) konnte als Zweiter in direkter Sichtweite «El Nino» folgen, während Top-Favorit und Titelverteidiger Tiger Woods (142) bei dem mit 6,24 Millionen Euro dotierten Major einen rabenschwarzen Tag erwischte und zurückfiel. Den Schläger werfend, spuckend und stampfend vor Wut über seine vielen (Quer- )Schläger in Runde 2, entfernte sich der Branchenführer weit davon, nach 2000, 2005 und 2006 zum vierten Mal zu gewinnen. Beim Start mit einem Doppelbogey am ersten Loch durch den Abschlag ins Wasser verlor er gleich zwei Schläge. Das Bogey am letzten Grün kostete ihn einen weiteren Schlagverlust und ließ ihn zumindest vorerst weit abfallen.

Damit sind auch die Hoffnungen auf einen ersten europäischen Major-Sieg seit dem Triumph des Schotten Paul Lawrie 1999 in Carnoustie stark gewachsen. «Die Konditionen waren nicht einfach, aber ich in guter Position. Redet bloß nicht mehr von einer Revanche», meinte Garcia. «Es wäre aber super, wenn Tiger und ich am Sonntag wieder im letzten Flight spielen könnten.» Zuletzt 2006 beim Triumph in Liverpool war Woods mit Garcia auf die Schlussrunde gegangen und hatte damals den Spanier mit einer strategischen Meisterleistung matt gesetzt.

Stabiler Garcia

Garcia stabilisierte dieses Mal sein kurzes Spiel auf den Grüns mit einem von der Konkurrenz oft verspotteten «Belly»-Putter, der zur besseren Balance beim Schlagen am Bauch des Spielers angelehnt wird. «Und wenn ich mit einem Plastikschläger den Ball versenken müsste, wäre es mir egal. Hauptsache Erfolg», lachte Garcia. Er hatte das Gerät bei der Scottish Open erstmals getestet und wurde dort 19.

Sein Landsmann Miguel Angel Jiménez (139), der sich im Flight mit dem «Wunderknaben» Rory McIlroy (Nordirland) auf Rang 3 vorarbeitete, machte wie der Kanadier Mike Weir (139) Boden gut. Der 18 Jahre alte Europameister McIlroy (144) konnte seine 68er-Vortagesrunde nicht bestätigen, lag aber noch sicher im Cut (146). Der Amateur ist erster Anwärter auf die Silbermedaille als bester Nicht-Profi.

Der als Zweiter in das Verfolgungsrennen gestartet irische Ryder- Cup-Held Paul McGinley (142) fiel zurück, während sich das Favoritensterben rasant fortsetzte. Der zweimalige Major-Sieger Phil Mickelson (148/USA) brach schwer ein und musste abreisen. Das galt auch für den Weltranglisten-Siebten Henrik Stenson (150/Schweden) und John Daly (150/USA), der tags zuvor sogar noch zeitweise geführt hatte. 1995 hatte er die British Open im nahen St. Andrews gewonnen. (Rainer Fülscher, dpa)



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