Golflegende Ballesteros tritt ab
17. Jul 2007 09:53
 |  Severiano Ballesteros | | Foto: AP |
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Der spanische Profigolfer Severiano Ballesteros beendet nach 33 Jahren seine Laufbahn. Der 50-Jährige hat gesundheitliche Probleme.
Severiano Ballesteros hat genug: Nach 33 Profi- Jahren gab der 50 Jahre alte Spanier am Rande der British Open im schottischen Carnoustie sein Karriereende bekannt. «Das war die schwierigste Entscheidung meines Lebens, aber ich habe einfach nicht mehr die nötige Leidenschaft», erklärte Ballesteros, «ich habe noch ein paar gute Jahre in mir und die möchte ich am liebsten mit meiner Familie verbringen.» Der charismatische Golfer, seit 1974 auf der Tour, hat in seiner Laufbahn drei Mal die British Open und zwei Mal das Masters gewonnen. Seine 50 Erfolge auf der europäischen Tour sind noch immer Rekord. Insgesamt hat er 89 Turniersiege auf seinem Konto.
Kampf mit den Tränen
Wegen einer leichten Herzschwäche und zahlreicher Krankenhaus- Besuche hat «Seve» in diesem Jahr nur ein Turnier auf der US- Senioren-Tour spielen können. Der Superstar kämpfte mit Tränen, als er den Entschluss verkündete. «Ich war monatelang durcheinander. Mein Kopf sagte, ich soll aufhören, aber mein Herz wollte weitermachen», gab er in Carnoustie zu. Dort hatte er 1975 sein British Open-Debüt gegeben.Der ehemalige Weltranglisten-Erste, in den vergangenen zehn Jahren immer wieder durch Rückenprobleme gehandicapt, war neben dem deutschen Top-Golfer Bernhard Langer (Anhausen) sowie Nick Faldo (England), Sandy Lyle (Schottland) und Ian Woosnam (Wales) zum großen Teil mitverantwortlich, dass Europa im Ryder Cup gegen die USA wieder konkurrenzfähig wurde. Acht Mal stand Ballesteros im Ryder Cup-Team, 1997 war er Kapitän der siegreichen europäischen Mannschaft.
Inzwischen hat sich der Ehrendoktor der St. Andrews University auch als erfolgreicher Golfplatz-Architekt einen Namen gemacht. «Ich habe so lange von morgens bis abends trainiert und meine ganze Energie dem Golf gewidmet. Ich fühle einfach, jetzt ist es genug», sagte Ballesteros. Noch vor ein paar Tagen hatte er auf seiner Homepage Spekulationen zurückgewiesen, er sei gesundheitlich angeschlagen. (dpa)