24.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Fasth gewinnt auf Gut Kaden
Profigolfer Niclas Fasth hat das Turnier in Alveslohe gewonnen. Der Schwede setzte sich im Stechen am dritten Extraloch durch.
Bernhard Langer hat nach einer faszinierenden Aufholjagd seinen 43. Europa-Tour-Sieg bei der Deutsche Bank Players Championship der Golfprofis um drei Schläge verpasst. Nach Langers vorerst letztem Erfolg beim Volvo Masters 2002 in Spanien schnappte der Schwede Niclas Fasth im Stechen am dritten Extra-Loch gegen den Argentinier Angel Cabrera am Sonntag auf Gut Kaden/Alveslohe dem fast 48-jährigen Schwaben den Siegerscheck von 550 000 Euro auf der Zielgeraden noch weg. «Mein Selbstvertrauen ist nach dieser Woche noch größer geworden. Ich bin sicher, dass ich noch Turnier gewinnen kann», sagte Langer.
Mit 277 Schlägen (72+68+69+68) belegte der zweimalige Kaden-Sieger Langer nach dem Marathon-Finale über 36 Löcher hinter dem Skandinavier, der mit Cabrera nach 274 Schlägen und vier Runden gleichauf gelegen hatte, den geteilten fünften Rang. Die für den Donnerstag geplante erste Runde auf Kaden war nach einem Unwetter komplett ins Wasser gefallen, so dass die Reduzierung des Finals mit nur 50 statt 70 Spielern im Cut für zwei Runden am Sonntag notwendig geworden waren.
Siem bricht einSieger Fasth erhielt als Zugabe noch die fünfjährige Arbeitsberechtigung bis 2010 auf der Europa-Tour. Nach seiner Ryder-Cup-Berufung 2002 war er im Mittelmaß versunken, ehe er auf Gut Kaden den zweiten Toursieg seine Karriere feierte. Marcel Siem, der so hoffnungsvoll als zweiter Deutscher nach dem Cut von Platz sieben aus in die beiden Runden am Sonntag gestartet war, brach auf den letzten Löchern des Par 72-Kurses stark ein. Nach 54 Löchern war der 25- Jährige auf Platz 17 abgefallen. Zwei Bogeys auf den ersten neun Löchern von Runde vier brachten den Youngster entscheidend aus dem Rhythmus.
Die Bilanz von Turnierdirektor Harald Hartmann zur Premiere dieser Europameisterschaft an einem neuen Termin und ohne den ehemaligen Titelsponsor SAP fiel trotz des Unwetters sehr positiv aus: «Der Wechsel mit dem Termin vom Mai in den Juli hat sich gelohnt. Der gute Zustand des Platzes auch nach 50 Liter Regen pro Quadratmeter am Donnerstag haben die Spieler und Zuschauer goutiert.» (nz)