23.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Per Mertesacker
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Hannover 96 und Werder Bremen können sich nach wie vor nicht über einen Wechsel von Nationalspieler Per Mertesacker einigen. Die Offerte der Bremer ist den Niedersachsen zu niedrig.
Das Tauziehen um Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker geht in die nächste Runde. Hannover 96 und Werder Bremen pokern weiterhin um einen Transfer des 96-Profis. Der 21 Jahre alte Innenverteidiger möchte möglichst sofort an die Weser wechseln, die beiden Bundesligaclubs sind sich aber über die Ablösemodalitäten nicht einig. «Die Sache ist ins Rollen gebracht worden. Es hakt an finanziellen Dingen», berichtete am Sonntag Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs im Trainingslager des deutschen Vizemeisters in Schruns.
Baldiger Wechsel fraglichDie Chancen auf eine kurzfristige Einigung beurteilte Allofs skeptisch. «Damit rechne ich nicht unbedingt», sagte der Bremer Verhandlungsführer. Er kann auf den Faktor Zeit setzen. Dagegen streben bei Hannover 96 der neue Clubchef Martin Kind und Trainer Peter Neururer eine schnelle Lösung an. Neururer möchte noch vor Beginn des 96-Trainingslagers in Kärnten am Dienstag Klarheit haben, ob er in der nächsten Saison mit dem WM-Teilnehmer planen kann.
Unabhängig vom Ausgang des Transferpokers fällt Mertesacker für das 96-Trainingslager aus. Der Abwehrspieler hat noch WM-Urlaub und erholt sich von den Folgen einer Fersenoperation. Sein Vertrag bei Hannover 96 ist bis 2008 datiert, enthält aber eine Ausstiegsklausel. Danach kann der Profi 2007 für etwas mehr als eine Million Euro den Verein wechseln.
Fünf Millionen Euro gefordertBereits Anfang März hatte Werder wegen Mertesacker beim Nachbarn offiziell angefragt, allerdings wegen einer zu gering dotierten Offerte eine klare Absage erhalten. Bremen soll damals rund drei Millionen Euro geboten, Hannover fünf Millionen Euro verlangt haben. Inzwischen haben die Bremer ihr Angebot erhöht. Es soll aber immer noch unter fünf Millionen Euro liegen.
Ein Tausch-Geschäft mit Werder-Abwehrspieler Frank Fahrenhorst lehnte Sportdirektor Allofs erneut ab. Auch Fahrenhorst, der als Wunschspieler von 96-Coach Neururer gilt, erteilte dieser Variante eine Absage. «Ich habe kein Interesse, Werder zu verlassen. Ich will in Bremen bleiben», stellte Fahrenhorst klar. (nz)