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Ballack lässt FC Bayern weiter im Ungewissen
05. Jan 2006 12:00, ergänzt 14:53

Michael Ballack pokert weiter
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Foto: dpa
Michael Ballack lässt den FC Bayern München weiter zappeln. Bei Willy Sagnol scheinen die Würfel zu Gunsten des Meisters gefallen.
 
Von Von Klaus Bergmann

Abwehrspieler Willy Sagnol wird Uli Hoeneß das schon am Geburtstag erhoffte «Ja»-Wort zur Vertragsverlängerung beim FC Bayern München frühestens in Dubai geben. Bei Michael Ballack dagegen tappt auch der Manager weiterhin völlig im Dunkeln. Das Monate lange Rätselraten um die Zukunft des Kapitäns der deutschen Fußball-Nationalmannschaft setzte sich auch beim Trainingsstart des Bundesliga-Spitzenreiters am Donnerstag fort. Auch Felix Magath erfuhr von Ballack nichts Neues: «Michael hält sich noch bedeckt», berichtete der Trainer nach der ersten Übungseinheit im WM-Jahr.

Ballack darf offiziell über Wechsel verhandeln

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  • Auch die Vereinsführung hatte während des zweiwöchigen Urlaubs keinen Kontakt mit dem Mittelfeldspieler. Der Status quo habe sich nur in einem Punkt geändert, sagte Hoeneß an seinem 54. Geburtstag. Nach den Wechsel-Statuten könnte Ballack seit Jahresbeginn nun «die Angebote annehmen, die er schon vorher gehabt hatte». Nach wie vor wird in München über einen Wechsel des Mittelfeldspielers zu Real Madrid oder einem anderen europäischen Spitzenclub spekuliert. Hoeneß betonte das «ausgezeichnete Verhältnis» zu Ballack und dessen Berater Michael Becker, mit dem er zuletzt vor Weihnachten Kontakt hatte. «Es gibt zwei Optionen: Entweder wird er uns erklären, dass er den Verein verlassen wird. Oder er will die Verhandlungen wieder aufnehmen.»

    Ballack selbst schwieg am ersten Arbeitstag - genauso wie Sagnol, dessen Vertrag ebenfalls zum Saisonende ausläuft und der die Bayern am Saisonende gleichfalls ablösefrei verlassen könnte. Der 28 Jahre alte Franzose will sich erst im Dubai-Trainingslager, zu dem die Bayern an diesem Freitag aufbrechen, öffentlich erklären. Es müssen wohl noch letzte Vertrags-Details geklärt werden, aber ein Wechsel zu Juventus Turin scheint vom Tisch. «Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Lösung finden», verkündete Hoeneß mit einem Grinsen, dass der Manager in der Regel nur aufsetzt, wenn er sich einer Sache sehr sicher ist.

    Schonfrist für Dos Santos

    Bis auf Stürmer Roque Santa Cruz (Kreuzbandriss) kann Magath in den nur 19 Tagen, die ihm als Vorbereitung bis zum Heimspiel im DFB- Pokal-Viertelfinale gegen den FSV Mainz (24. Januar) bleiben, auf den kompletten Kader zurückgreifen. Am Donnerstag pausierten jedoch auch noch Weltmeister Lucio (Magenprobleme), der schon in Dubai weilende Iraner Ali Karimi und auch Neuzugang Julio dos Santos.

    Der paraguayische Nationalspieler, der im Winter für rund 2,5 Millionen Euro von Cerro Porteno nach München wechselte, musste am Donnerstag noch Behördengänge absolvieren und wird am Freitag den Konkurrenzkampf aufnehmen. Magaths Erwartungen an den 22-Jährigen, der womöglich im Sommer die Ballack-Nachfolge als Regisseur antreten soll, sind zunächst gering: «Es wäre überraschend, wenn er jetzt schon eine gute Rolle spielen könnte. Er braucht Eingewöhnungszeit.»

    Magath will alle drei Titel

    Alle anderen dürfen sich zunächst auf zehn anstrengende Tage im warmen Scheichtum Dubai einstellen. Denn Magath will in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League am Ende «möglichst ganz oben landen. Ich will erfolgreicher sein als letztes Jahr». Drei statt zwei Titel sind damit Magaths Ziel: «Im Erfolg neigt der eine oder andere dazu, bequem zu werden. Wir werden darum noch mehr tun müssen.»

    Angesichts der glänzenden Aussichten sahen auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Hoeneß bei ihrem Kurzbesuch in der Mannschaftskabine keinen Anlass zu Appellen an die Berufseinstellung der hoch bezahlten Profis. «Die Stimmung ist gut, fast alle Verträge sind verlängert - wir können optimistisch in die Zukunft blicken», sagte Hoeneß: «Das Schiff FC Bayern ist in ruhigen Gewässern.» (dpa)




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