netzeitung.deHleb wechselt zu Arsenal London

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Aliaksandr Hleb. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Aliaksandr Hleb.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Was sich über Wochen angedeutete hatte, ist nun Realität: Aliaksandr Hleb verlässt Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart und heuert bei Arsenal London an. Die Ablösesumme für den Weißrussen nannten die Schwaben nicht.

Nach zähen Verhandlungen ist es nun perfekt: Aliaksandr Hleb wird Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart verlassen und zum englischen Premier-League-Vertreter Arsenal London wechseln. Dies teilte der VfB Stuttgart am Montag in einer Pressemeldung mit.

Die sportmedizinischen Untersuchung werden am kommenden Mittwoch in London stattfindet. Dann wird der weißrussischen Nationalspieler den Vertrag beim zum 13-maligen englischen Meister unterschreiben. «Ich bin sehr glücklich, die fantastische Möglichkeit zu einem Wechsel zu Arsenal zu haben. Es ist ein Klub mit großer Geschichte und vielen Weltklassespielern», wird Hleb auf der Arsenal-Website zitiert.

Spekulationen beendet
VfB-Sportdirektor Herbert Briem ist froh, «dass die lange Zeit der Spekulationen jetzt beendet ist. Alex wollte den Wechsel zu Arsenal unbedingt vollziehen. Wir hatten bestimmte Vorstellungen, um diesem Wechsel zustimmen zu können. Diese Bedingungen wurden jetzt erfüllt.» Über die Ablösesumme machte der VfB keine Angaben. In den Medien wird mit einer Summe von 15 Millionen Euro (inklusive Erfolgsprämien)spekuliert.

Briem bedauert den Abgang des Mittelfeldspielers, sieht aber auch die Chance, die sich aus dieser neuen Konstellation ergibt. «Auf der einen Seite hätte wir Alex gerne weiter in unserer Mannschaft gesehen», so der VfB-Sportdirektor, «aber auf der anderen Seite eröffnet uns dieser Transfer neue Perspektiven. Wir werden in den kommenden Tagen die entsprechenden Entscheidungen treffen und am ersten Bundesligaspieltag eine absolut schlagkräftige Mannschaft ins Rennen schicken.» Hleb absolvierte in fünf Jahren 137 Bundesliga-Spiele für Stuttgart und erzielte 13 Tore.

Die Schwaben, die in der abgelaufenen Saison erneut die Champions League verpassten, haben nach Stürmer Kevin Kuranyi in dem Mittelfeldspieler Hleb einen weiteren Leistungsträger verloren. Als Nachfolger für den zu Schalke 04 abgewanderten Angreifer werden der Norweger Azar Karadas von Trapattonis Ex-Klub Benfica Lissabon und der Brasilianer Ewerthon von Borussia Dortmund als Kandidaten gehandelt. Kein Thema ist die Verpflichtung von Weltstar Luis Figo als Hleb-Ersatz. «Ich denke, er bleibt bei Real Madrid», sagte der neue VfB-Trainer Giovanni Trapattoni.

2000 Zuschauer zum Trainingsauftakt
Mit Szenenapplaus und «Maestro»-Rufen hatte am Vormittag die Ära Trapattoni beim VfB begonnen. Gestenreich dirigierte der Italiener vor 2000 Zuschauern das Auftakttraining. Ohne die Nationalspieler Andreas Hinkel, Timo Hildebrand und Thomas Hitzlsperger, die nach ihrem Einsatz beim Confederations Cup erst am 13. Juli beim Trainingslager in Irdning (Österreich) zum Team stoßen, versammelte der italienische Startrainer 21 Akteure zur ersten Übungseinheit.

Unter ihnen befanden sich die Neuzugänge Ludovic Magnin (Werder Bremen) und Daniel Bierofka (Bayer 04 Leverkusen). «Es ist für mich eine Herausforderung, unter so einem großen Trainer zu arbeiten», sagte Magnin vor neun Kamerateams und zahlreichen Journalisten aus dem In- und Ausland.

Der 66 Jahre alte Trapattoni gönnte sich trotz schwüler Hitze bei keiner der ausgedehnten Laufeinheiten oder den Gymnastikübungen eine Pause, sondern ging mit gutem Beispiel voran. Dies registrierte die schwäbische Volksseele zufrieden. Fast schon väterlich fühlte der «Maestro» einigen Spielern höchstpersönlich den Puls. «Er kann schon recht gut Deutsch und hat gesagt, er sei froh, in Stuttgart zu sein», berichtete Mittelfeldspieler Silvio Meißner.

Unterstützt wird Trapattoni von einem sechs Personen umfassenden Stab. Der neue Co-Trainer Andreas Brehme half beim Dolmetschen. Das von Trapattoni ausgegebene Saisonziel («Platz fünf oder ein bisschen besser») wurde von Brehme nach oben geschraubt. «Ein Giovanni Trapattoni gibt sich nicht mit einem siebten Platz zufrieden. Seine Ziele sind immer die Meisterschaft», sagte der Assistent, der im April in Unterhaching als Trainer zurückgetreten war.

(nz)