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Großer Preis von Spanien: 

Räikkönen startet von der Pole-Position

26. Apr 2008 15:21, ergänzt 27. Apr 2008 13:40
Kimi Räikkönen im Ferrari
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Vor dem vierten Saisonrennen der Formel 1 in Barcelona deutet vieles auf eine erneute Ferrari-Party hin. Eine offene Frage ist, mit wie wenig Benzin sich Lokalmatador Fernando Alonso den zweiten Startplatz «erkauft» hat.

Weltmeister Kimi Räikkönen hat sich im Qualifying zum Großen Preis von Spanien erstmals in dieser Formel-1-Saison die Pole-Position gesichert. Teamkollege Felipe Massa startet auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona als Dritter direkt hinter dem Titelverteidiger. «Das gibt uns für das Rennen gute Chancen», sagte der finnische «Iceman» am Samstag ohne große Emotionen. «Es ist ein schönes Gefühl, nach so langer Zeit wieder als Erster zu starten.»

Euphorie um Alonso

Lokalmatador Fernando Alonso löste als sensationeller Zweiter eine Welle der Euphorie unter seinen enthusiastischen Landsleuten aus. «Ich bin überglücklich. Das ist einer meiner schönsten Tage in diesem Jahr», sagte der strahlende Spanier nach zuletzt vielen Rückschlägen mit Renault. «Das habe ich nicht erwartet: Nicht nur für dieses Rennen, sondern eigentlich für die ganze Saison.» Alle Experten gehen allerdings davon aus, dass der zweifache Weltmeister mit sehr wenig Benzin und einem entsprechend leichten Auto unterwegs war. Das würde einen frühen ersten Boxenstopp im Rennen nach sich ziehen.

Beim aktuellen WM-Zweiten Nick Heidfeld herrschte dagegen nach dem enttäuschenden neunten Platz Ernüchterung. «Ich bin nicht so zufrieden», gestand der BMW-Sauber-Pilot aus Mönchengladbach. «Jetzt hoffe ich auf einen guten Start.»

Noch unbefriedigender verlief die Qualifikation zum vierten Saisonlauf am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Premiere) für die anderen Deutschen, die klar den Einzug in die Top Ten verpassten. Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) wurde 14. vor Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams-Toyota. «Es wird schwierig vom 15. Platz. Wir tanken wahrscheinlich voll und schauen dann», hofft Rosberg auf ein versöhnliches Rennen. Sebastian Vettel (Heppenheim) kam im Toro Rosso auf Rang 18. Adrian Sutil brachte eine gebrochene Bremsscheibe um alle Chancen. «Plötzlich ist vorne ein Teil weggeflogen. Da kann man nichts machen», sagte der Force-India-Fahrer aus Gräfelfing.

Räikkönen schnappte Alonso in letzter Sekunde die greifbar nahe Pole-Position weg. Der 28 Jahre alte Weltmeister benötigte auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs bei Traumwetter 1:21,813 Minuten. Der kurz zuvor über die Ziellinie geschossene Alonso war nur 91 Tausendstelsekunden langsamer. «Das ist ein guter Tag für uns. Fernando in der ersten Reihe - eine gute Sache», jubelte Renault-Teamchef Flavio Briatore nach dem Befreiungsschlag.

Die Pole verspricht den Sieg

Die Statistik spricht für einen Sieg Räikkönens. In den letzten sieben Jahren gewann hier jeweils der Pole-Mann den Grand Prix. Allein der in Spanien insgesamt sechsmal triumphierende Schumacher erlebte dieses Glücksgefühl viermal nacheinander. Der Rekord-Weltmeister hatte vor dem Qualifying Massa noch herzlich geknufft. Das ganz große Glück brachte der «Meister» seinem einstigen Schüler indes nicht. «Ich habe keine perfekte Runde hinbekommen», klagte der Brasilianer.

Gemeinsam die dritte Startreihe bildet das McLaren-Mercedes-Duo: Der Brite Lewis Hamilton behauptete sich als Fünfter vor seinem finnischen Teamkollegen Heikki Kovalainen. «Die ersten Fünf in weniger als drei Zehntelsekunden - das war eng wie selten zuvor», sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. «Ich denke, unsere Strategie ist gut. »

Heidfeld enttäuscht

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen stellte fest: «Beim Robert gibt es überhaupt keine Enttäuschung. Er hat rausgeholt, was drin war. Ich schätze den vierten Rang sehr hoch ein. Nick hat keine perfekte Runde erwischt. Ihn hätten wir etwas weiter vorn erwartet.» Heidfeld kassierte gegen den Polen bereits die vierte Niederlage in der Qualifikation. «Er ist im Moment sehr schnell. Entscheidend ist aber, dass ich Ende der Saison vor ihm bin», sagte Heidfeld.

Heidfeld muss nun aber fürchten, seinen zweiten Platz in der Fahrer-WM zu verlieren. Nach drei Rennen liegt der 30-Jährige mit 16 Punkten drei Zähler hinter Räikkönen (19). Dahinter folgt das punktgleiche Trio Hamilton, Kubica und Kovalainen (alle 14). (nz/dpa)

 
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