Majadle hatte Mosley bei einem Treffen in Jordanien, wo der Fia- Chef bei der Premiere der Jordanien-Rallye erstmals nach Bekanntwerden der Affäre öffentlich aufgetreten war, nach Israel eingeladen. Einen Tag später erfolgte dann die Absage. Majadle soll von der Affäre nichts gewusst haben, als er die Einladung ausgesprochen hatte. Das Video hatte weltweit heftige Reaktionen ausgelöst. Neben dem deutschen ADAC hatten auch andere Nationalverbände Mosleys Verbleib im höchsten Fia-Amt mehr oder weniger deutlich infrage gestellt. Die beiden deutschen Formel-1-Hersteller Mercedes und BMW hatten in einer gemeinsamen Presseerklärung ebenfalls deutliche Kritik geübt. Ehemalige Formel-1-Piloten forderten Mosleys sofortigen Rücktritt.
Zu einem Wechsel an der Spitze dürfte es aber frühestens am 3. Juni kommen. Sollten die Fia-Mitglieder mehrheitlich Mosley das Vertrauen bei einer eigens einberufenen, außerordentlichen Generalversammlung entziehen, wolle er zurücktreten, kündigte er jüngst in einem Zeitungsinterview an. Spätestens aber mit dem Ende seiner Amtszeit im Herbst 2009 plane er seinen Rückzug. (dpa)