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Einladung zurückgezogen: 

Mosley zeigt Verständnis für Israel

26. Apr 2008 11:19
Fia-Präsident Max Mosley
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Aufgrund der Sex-Videoaffäre hat die israelische Regierung eine Einladung an den Fia-Präsidenten Mosley zurückgezogen. Der Brite zeigt sich unbeeindruckt: Er freue sich darauf den Kontakt wieder aufzunehmen, wenn die Affäre beendet sei.

Fia-Präsident Max Mosley, der wegen einer Sexvideo-Affäre schwer in der Kritik steht, hat Verständnis für eine kurzfristig zurückgezogene Einladung nach Israel durch Sportminister Galeb Majadle gezeigt. «Ich kann die Position des Ministers voll verstehen», wurde der Chef des Internationalen Automobilverbandes in einer Fia-Mitteilung zitiert. Er freue sich darauf, «den Kontakt aufrechtzuerhalten, wenn die absichtlichen und kalkulierten Lügen der 'News of the World' umfassend zurückgewiesen sind», so der 67-jährige Brite.

Die britische Boulevardzeitung «News of the World» hatte am 30. März über ein Video berichtet, das Mosley bei sexuellen Handlungen mit fünf Prostituierten zeigen soll. Die Zeitung berichtete damals auch von angeblichen Nazi-Bezügen bei den Rollenspielen. Während er seine Teilnahme an dem heimlich gedrehten Video nicht dementierte, weist Mosley, dessen Vater Faschistenführer in Großbritannien gewesen war, die Nazi-Vorwürfe weiterhin vehement von sich.

Die Fia bedankte sich in ihrer Mitteilung unterdessen bei dem israelischen Minister für die Einladung an den Verband, Israel zu besuchen. Der Dachverband begrüße die Legalisierung des Motorsports im Land und biete Minister Majadle jede Unterstützung an, um den Motorsport in der Region zu fördern. Für die Umstände des Rückzugs der Einladung an Mosley habe die Fia Verständnis.

Einladung nach einem Tag zurückgenommen

Majadle hatte Mosley bei einem Treffen in Jordanien, wo der Fia- Chef bei der Premiere der Jordanien-Rallye erstmals nach Bekanntwerden der Affäre öffentlich aufgetreten war, nach Israel eingeladen. Einen Tag später erfolgte dann die Absage. Majadle soll von der Affäre nichts gewusst haben, als er die Einladung ausgesprochen hatte.

Das Video hatte weltweit heftige Reaktionen ausgelöst. Neben dem deutschen ADAC hatten auch andere Nationalverbände Mosleys Verbleib im höchsten Fia-Amt mehr oder weniger deutlich infrage gestellt. Die beiden deutschen Formel-1-Hersteller Mercedes und BMW hatten in einer gemeinsamen Presseerklärung ebenfalls deutliche Kritik geübt. Ehemalige Formel-1-Piloten forderten Mosleys sofortigen Rücktritt.

Zu einem Wechsel an der Spitze dürfte es aber frühestens am 3. Juni kommen. Sollten die Fia-Mitglieder mehrheitlich Mosley das Vertrauen bei einer eigens einberufenen, außerordentlichen Generalversammlung entziehen, wolle er zurücktreten, kündigte er jüngst in einem Zeitungsinterview an. Spätestens aber mit dem Ende seiner Amtszeit im Herbst 2009 plane er seinen Rückzug. (dpa)

 
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