05. Apr 2008 11:47, ergänzt 12:49
Der unter Druck geratene Fia-Chef Max Mosley sieht sich weiterhin als Opfer der Boulevard-Presse. Was auf dem Sex-Video zu sehen ist, sei «völlig harmlos und legal», sagte der Brite.
Zudem hatten der größte Fia-Mitgliedsverband, der amerikanische Automobilclub AAA, sowie die königlich-niederländische Automobilvereinigung KNAF Mosley zum Rücktritt aufgefordert. Der 67- Jährige lehnt dies jedoch ab. «Wenn ich dabei erwischt worden wäre, zu schnell gefahren zu sein oder über der Promillegrenze (...), wäre ich am selben Tag zurückgetreten. In diesem Fall aber hat eine Skandalzeitung auf illegalem Weg Bilder von etwas erworben, das ich privat tat, und das, obwohl unakzeptabel für einige Leute, völlig harmlos und legal war», heißt es in dem Schreiben an den ADAC. Er sehe sich als Opfer einer «ekligen Verschwörung», so Mosley weiter. Das Vergehen scheine nicht die Tat an sich zu sein, sondern dass sie öffentlich wurde. Das britische Boulevard-Blatt «News of the World», das das brisante Sex-Video am vergangenen Sonntag publik gemacht hatte, habe Nazi-Verbindungen lediglich erfunden, um die Geschichte zu verschärfen. Daher habe er die Zeitung verklagt. Ein Fia-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Samstag in Bahrain, dass Mosleys Anwälte rechtliche Schritte bei einem Londoner Gericht gegen die «News of the World» eingeleitet haben.
Der Fia-Präsident selbst will sich den Verbandsmitgliedern bei einer Krisensitzung in Paris erklären. Die Außerordentliche Generalversammlung kann jedoch frühestens Mitte Mai stattfinden. (dpa)