Crash im Freien Training von Bahrain:
Hamilton zerlegt seinen McLaren
05. Apr 2008 11:25
 |  Lewis Hamilton verschrottet seinen McLaren | Foto: dpa |
|
Die Ferrari dominierten das Freie Training von Bahrain. Lewis Hamilton machte im «Sandkasten» von Sachir Bekanntschaft mit einem Reifenstapel.
Bei den Übungseinheiten zum Großen Preis von Bahrain dominierte am Freitag der brasilianische Vorjahressieger Felipe Massa gemeinsam mit Weltmeister Kimi Räikkönen die Konkurrenz. Der britische Vize-Weltmeister Hamilton verlor hingegen zehn Minuten vor Ende des zweiten Freien Trainings in Kurve sieben des 5,412 Kilometer langen Wüstenkurses die Kontrolle über seinen McLaren-Mercedes und demolierte seinen Boliden beim Aufprall heftig. Vom deutschen Quintett konnte nur Nico Rosberg im Williams-Toyota überzeugen.
«Der Aufprall von Lewis war glücklicherweise nicht allzu hart. Seine Jungs haben bis Samstag jede Menge Arbeit vor sich, aber das kriegen sie hin», sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Während sein Auto von einem Kran abtransportiert wurde, ließ sich Hamilton auf einem Motorroller zurück ins Fahrerlager chauffieren. «Es geht ihm gut», versicherte Teamchef Ron Dennis.
Massa blitzschnell
Kurz nach dem Hamilton-Abflug drehte Ferrari-Mann Massa, der nach zwei vorzeitigen Ausfällen bei den beiden Auftaktrennen unter Druck geraten ist, in 1:31,420 Minuten die schnellste Runde des Tages. Mit deutlichen 0,907 Sekunden Rückstand fuhr Teamkollege Räikkönen auf Platz zwei. Schon am Vormittag hatte das Scuderia-Duo bei 30 Grad auf der staubigen Piste der Konkurrenz das Nachsehen gegeben. «Mit den Ergebnissen am ersten Tag muss man immer vorsichtig sein», warnte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali mit Blick auf das dritte Saisonrennen am Sonntag (13.30 Uhr/RTL und Premiere).
Heikki wird Dritter
Für Hamilton reichte es in beiden Übungseinheiten nur zu Rang vier. Im ersten Freien Training hatte sich der Wiesbadener Rosberg auf Rang drei geschoben, am Nachmittag reihte sich dann der Finne Heikki Kovalainen im zweiten McLaren-Mercedes hinter den Ferraris ein - allerdings mit einem Abstand von 1,332 Sekunden.
Heidfeld enttäuscht
Während Rosberg auch im zweiten Training mit Platz sieben voll im Soll blieb, tummelte sich der Rest der deutschen Flotte im Hinterfeld. Eher durchwachsen verlief der erste Tag von Bahrain für die stark in die Saison gestarteten BMW-Sauber. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld fuhr auf die Plätze 14 und 17, der Pole Robert Kubica steigerte sich von Rang sieben auf Rang fünf. «Auf einer einzelnen schnellen Runde habe ich noch Schwierigkeiten», sagte Heidfeld und deutete mögliche Sorgen vor der Qualifikation am Samstag an.
Alonso in Crash verwickelt
Force-India-Pilot Adrian Sutil lieferte vor allem durch eine Kollision mit dem Renault des zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso Gesprächsstoff. Auf der Strecke musste sich der Gräfelfinger mit den Rängen 20 und 19 begnügen. Toyota-Mann Timo Glock (Wersau) fuhr auf die Plätze 11 und 15, der Heppenheimer Sebastian Vettel steuerte seinen Toro Rosso auf die Positionen 16 und 20. (nz/dpa)