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Honda angelt sich Ross Brawn

12. Nov 2007 14:14
Erfolgsstory: Ross Brawn (l.) mit Michael Schuhmacher bei Ferrari
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Ross Brawn soll den japanischen Formel-1-Rennstall als neuer Teamchef in die Erfolgsspur zurückbringen. Auch bei Brawns altem Arbeitgeber gibt es vor der neuen Saison ein „Stühle rücken“ auf der Führungsebene.

Ross Brawn wird neuer Formel-1-Teamchef bei Honda. Die Japaner gaben am Montag die Verpflichtung des 52 Jahre alten Briten bekannt. Brawn hatte bis zum Saisonende 2006 zehn Jahre lang als Technischer Direktor bei Ferrari gearbeitet und danach ein Jahr lang pausiert. Seine neue Stelle tritt der passionierte Rosenzüchter und zweifache Familienvater am 26. November an. «Seine Erfahrung, Weltmeistertitel zu holen, wird entscheidend dazu beitragen, uns wieder in die Erfolgsspur zurückzubringen», teilte Hondas Formel-1-Geschäftsführer Nick Fry mit. «Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.»

Volle Verantwortung für Design, Herstellung und Einsatz

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Brawn wies auf die «stolze Geschichte» der Japaner im Grand-Prix- Sport hin: «Die Möglichkeit, dem Team bei der Verwirklichung seines Potenzials zu helfen, ist für mich eine tolle neue Herausforderung.» Der gelernte Ingenieur übernimmt Frys Aufgaben, der zuvor Teamchef war. Er trägt künftig die volle Verantwortung für das Design, die Herstellung und den Einsatz der Rennautos.

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher holte seine sieben Titel unter Brawn. Dieser arbeitete zwischen 1991 und 1996 bei Benetton, ehe er 1997 dem deutschen Piloten zur Scuderia folgte. Formel-1- Erfahrung hat das englische Strategie-Genie seit 1976 in verschiedenen Funktionen bei Teams wie March, Williams oder Arrows gesammelt. Für Jaguar konstruierte er unter anderem das Auto, das 1991 die Sportwagen-WM gewann.

Honda enttäuschte in dieser Saison als abgeschlagener Achter in der Konstrukteurswertung. Der Brite Jenson Button holte nur sechs Punkte für das mit großen Erwartungen angetretene Team. Rubens Barrichello ging leer aus. Durch den Wechsel zu Honda sind Spekulationen über eine Rückkehr Brawns zu Ferrari hinfällig.

Domenicalli Nachfolger von Jean Todt

Auch Ferrari meldete am Montag einen Personalwechsel an der Team-Spitze: Stefano Domenicali löst Jean Todt als Direktor der Sportabteilung ab. Der Italiener, der schon zur Führungsebene im Formel-1-Team gehörte, ist damit vom 1. Januar 2008 an für alle sportlichen Bereiche verantwortlich. Todt konzentriert sich künftig auf seine Arbeit als Ferrari-Direktor. Der Franzose hatte die Aufgabe als Sportverantwortlicher nur interimsmäßig ausgeübt.

Wie die Scuderia am Montag weiter mitteilte, gibt es drei Direktoren für verschiedene Bereiche im Motorsport. Mario Almondo kümmert sich um das Geschäftliche. Aldo Costa ist für die Technik, Gilles Simon für die Motoren zuständig. (dpa)

 
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