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Renault geht in die Offensive

09. Nov 2007 17:07
Renault-Mechaniker
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Der französische Formel-1-Rennstall Renault setzt bei den gegen ihn erhobenen Spionagevorwürfen auf Transparenz. Man habe keinerlei Vorteile aus dem besagten Datenmaterial gezogen.

Renault geht in seinem Spionagefall in die Offensive. Das französische Formel-1-Team versicherte am Freitag in einer längeren schriftlichen Stellungnahme, es habe keinerlei Vorteile aus Datenmaterial des Konkurrenten McLaren gezogen. Renault muss sich am 6. Dezember vor dem Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes FIA verantworten, weil ein ehemaliger McLaren-Ingenieur bei seinem Wechsel Informationen mitgenommen hat, die in den Bau des Rennwagens R27 eingeflossen sein sollen.

Datentransfer ohne Wissen des Rennstalls

Die Franzosen räumten ein, dass Phil Mackereth im September 2006 ohne Wissen der Teamverantwortlichen einige Daten von seinem ehemaligen Arbeitgeber McLaren mitgebracht und auf sein persönliches Adressbuch im Renault-Dateisystem geladen habe. Nachdem die Verantwortlichen davon erfahren hätten, hätten sie sofort Maßnahmen ergriffen. Die Daten seien komplett aus dem Computersystem des Teams gelöscht worden. Renault habe umgehend McLaren und die FIA informiert und danach ständig über alle weiteren neuen Erkenntnisse unterrichtet. Der Ingenieur sei sofort seines Postens enthoben worden. Die Originaldisketten seien McLaren zurückgeschickt worden.

«Vertrauen auf die Entscheidung des Weltrates»

Renault versicherte, es habe keinerlei Vorteile aus dem Material gezogen. Zudem habe es in dieser Angelegenheit immer mit McLaren und der FIA zusammengearbeitet sowie unabhängige Experten des britischen Konkurrenten eingeladen, um seine Computersysteme und Autos untersuchen zu lassen. «Wir vertrauen voll auf die Entscheidung des Weltrates», heißt es in der Presseerklärung.

McLaren-Mercedes war im Spionage-Skandal um geheimes Ferrari- Material zu einer Rekordstrafe von 100 Millionen Dollar verurteilt worden. Zudem hatte die FIA dem britisch-deutschen Team alle Punkte aberkannt und es aus der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft 2007 ausgeschlossen. (dpa)

 
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