Während der Schumacher-Pressekonferenz am Donnerstagabend im Ferrari-Motorhome liefen Bilder von den Orten des Terrors über die aufgehängten Bildschirme. Schumacher war noch am Morgen kurz vor den Anschlägen mit seiner Frau in der britischen Hauptstadt gewesen. «Es ist ein komisches Gefühl, dass Corinna und ich noch um 9.00 Uhr in London gefrühstückt haben und dann mit einem Hubschrauber zu zwei Terminen geflogen sind», berichtete Schumacher. Er habe erst später von den Ereignissen gehört.Wie Schumacher zeigten sich auch die anderen Fahrer erschüttert. «Es ist furchtbar. Aber man kann nicht viel tun», meinte Sauber-Pilot Jacques Villeneuve. Nick Heidfeld von BMW-Williams nannte die Ereignisse «katastrophal». Die Stimmung am Sonntag werde in diesem Jahr sicher anders sein, glaubte der Mönchengladbacher. Minardi- Fahrer Christijan Albers war «am Boden zerstört».
Zwar herrschte keine Angst im Fahrerlager, eine gewisse Unsicherheit blieb aber. «So etwas kann an jedem Ort der Welt passieren. Wir leben in einer komplizierten Welt», sagte Schumacher. Villeneuve pflichtete ihm bei: «Wenn jemand etwas in die Luft jagen möchte, dann ist es egal, welche Sicherheitsmaßnahmen man trifft. Sie werden es in die Luft jagen.»
Wie schwierig es ist, für größtmögliche Sicherheit zu sorgen, bekamen die Verantwortlichen in Silverstone zuletzt 2003 vor Augen geführt. Damals lief der frühere Priester und religiöse Fanatiker Neil Horan auf die Strecke und gefährdete sich und die Piloten. (nz)