19. Jun 2005 21:21
FREITAG:
Ralf Schumacher verunglückt mit seinem Toyota nach einem Reifenschaden in der Steilwand-Kurve. Die Ursache für den Defekt ist unklar. Bei Hersteller Michelin beginnt die Suche nach dem Fehler.
SAMSTAG:
FIA-Arzt Gary Hartstein gibt dem Deutschen keine Starterlaubnis für den Großen Preis der USA. «Das Risiko ist einfach zu hoch. Wir haben definitiv noch Probleme mit den Reifen, das ist bekannt», sagte Ralf Schumacher.Hinter den Kulissen beginnen die Verhandlungen, um einen Ausweg aus der Krise zu suchen. Im Training wird für die sieben Michelin-Teams BMW-Williams, McLaren-Mercedes, Toyota, Renault, Red-Bull-Racing, BAR-Honda und Sauber-Petronas vom Reifenhersteller ein Kilometerlimit verhängt. Die Michelin-Piloten fahren teilweise nicht durch die Steilkurve.
Ralf Schumachers Teamkollege Jarno Trulli rast in der Qualifikation allen davon. Der Italiener beschert dem japanischen Rennstall die erste Pole-Position überhaupt in der Formel 1.
SONNTAG:
Bei Michelin laufen die Computer heiß, in der Nacht vor dem Großen Preis der USA werden in den Forschungseinrichtungen Greenville im US- Bundesstaat South Carolina und in Clermont-Ferrand in Frankreich umfangreiche Testprogramme durchgeführt. Aus Europa werden neue Pneus eingeflogen.
Michelin teilt mit, dass der Fehler nicht gefunden und die Sicherheit der Fahrer nicht garantiert werden kann. Im Fahrerlager wird weiter verhandelt. Der Automobil-Weltverband FIA teilt in einem Schreiben mit, dass der Einbau einer von Michelin gewünschten Schikane vor der Hochgeschwindigkeitskurve zur Temporeduzierung nicht in Frage kommt. Das Aufziehen der neuen Reifen sei nicht unmöglich, eine empfindliche Strafe aber unumgänglich.
Noch auf der Startaufstellung verhandeln die Teamchefs. Doch die 14 mit Michelin ausgerüsteten Autos fahren nach der Aufwärmrunde in die Box. Der Große Preis der USA wird mit nur sechs Autos gestartet. Die Bridgestone-Teams Ferrari, Jordan und Minardi machen sich auf die 73 Runden im Indianapolis Motorspeedway.
(nz)