Großer Preis von Japan:
Fernando Alonso auch am Fuji vorn
12.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
«Ein Rennen zum Vergessen», klagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der auch den Motorschaden beim zweiten Silberpfeil von Heikki Kovalainen registrieren musste. Allerdings schränkte Haug erleichtert ein: «Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.» Hamilton reagierte verärgert auf seine Bestrafung für die harte Attacke gegen Räikkönen in der ersten Kurve. «Ich weiß nicht, wofür ich die Strafe bekommen habe», sagte der 23-Jährige und versprach seinem Team: «Ich werde es wieder gutmachen.» Groß war hingegen der Jubel bei Renault. «Fantastisch, bravo», rief Teamchef Flavio Briatore via Boxenfunk Alonso zu. «Ich kann es nicht begreifen», meinte Alonso, der nach 67 Runden auf dem 4,563 Kilometer langen Kurs in 1:30:21,892 Stunden über die Ziellinie gefahren war.
Kurz darauf gerieten die WM-Rivalen Hamilton und Massa direkt aneinander, als der Silberpfeil-Star den Brasilianer attackierte und vorbeizog. Massa verbremste sich, kürzte eine Schikane ab und fuhr Hamilton ins Auto. Der WM-Spitzenreiter drehte sich und musste das gesamte Feld passieren lassen. «Damit war das Rennen für Lewis gelaufen», urteilte Haug. Nutznießer des chaotischen Auftakts waren Kubica und Alonso, die nach der ersten Kurve das Rennen anführten.
An der Spitze gab es ein munteres Wechselspiel, das am Ende Alonso für sich entschied. Kubica hielt Räikkönen erfolgreich hinter sich und befand: «Dies ist um einiges besser als der Sieg in Kanada.» Weiter hinten behinderte eine Kollision mit Toro-Rosso-Pilot Sébastien Bourdais, der dafür nachträglich mit einer Zeitstrafe belegt wurde, Massas Aufholjagd. Dennoch sind die Titelchancen des Scuderia-Piloten mit nun 79 Punkten hinter Hamilton (84) vor den abschließenden Rennen in China und Brasilien weiter intakt.
Schon in der sechsten Runde rollte der mit großen Hoffnungen ins Toyota-Heimspiel gestartete Timo Glock mit einem technischen Defekt zurück in die Box. «Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Schade», meinte der Wersauer. Nur zwei Runden später war das Rennen auch für Adrian Sutil beendet. «Mir ist der rechte Hinterreifen in die Luft gegangen, dann war es aus», erklärte der Force-India-Mann aus Gräfelfing. (dpa/nz)
202,788 km/h)
2. Robert Kubica (Polen) BMW-Sauber + 5,283 Sek.
3. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari + 6,400
4. Nelson Piquet Jr. (Brasilien) Renault + 20,570
5. Jarno Trulli (Italien) Toyota + 23,767
6. Sebastian Vettel (Heppenheim) Toro Rosso + 39,207
7. Felipe Massa (Brasilien) Ferrari + 46,158
8. Mark Webber (Australien) Red Bull + 50,811
9. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) BMW-Sauber + 54,120
10. Sébastien Bourdais (Frankreich) Toro Rosso + 59,085
11. Nico Rosberg (Wiesbaden) Williams + 1:02,096 Min.
12. Lewis Hamilton (Großbritannien) McLaren-Mercedes + 1:18,900
13. Rubens Barrichello (Brasilien) Honda + 1 Runde
14. Jenson Button (Großbritannien) Honda + 1 Runde
15. Kazuki Nakajima (Japan) Williams + 1 Runde
Ausfälle:
David Coulthard (Großbritannien) Red Bull (1. Runde/Unfall)
Timo Glock (Wersau) Toyota (7. Runde/Defekt)
Adrian Sutil (Gräfelfing) Force India (9. Runde/Reifenschaden)
Heikki Kovalainen (Finnland) McLaren-Mercedes (17. Runde/Motorschaden); Giancarlo Fisichella (Italien) Force India (22. Runde/Defekt)
Schnellste Rennrunde: Felipe Massa (Ferrari) 1:18,426 Min.
Pole Position: Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 1:18,404 Min.(dpa/nz)

