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Großer Preis von Japan: 

Hamilton sichert sich Pole-Position

11. Okt 2008 09:16, ergänzt 12:32
Lewis Hamilton (r.) startet von der Pole-Position, WM-Rivale Felipe Massa von Platz fünf.
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WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton wird beim Großen Preis von Japan das Fahrerfeld in die erste Runde führen. Für die deutschen Piloten gab es beim Qualifikationstraining hingegen Enttäuschungen.

Mit einer souveränen Schlussrunde hat sich Spitzenreiter Lewis Hamilton im spannenden Kampf um die Formel-1- Weltmeisterschaft eine optimale Ausgangsposition für den Großen Preis von Japan verschafft. Während Ferrari-Rivale und WM-Verfolger Felipe Massa am Samstag in der Qualifikation nicht über den für ihn enttäuschenden fünften Rang hinauskam, raste McLaren-Mercedes-Mann Hamilton 15 Sekunden vor Ende des entscheidenden Durchgangs in 1:18,404 Minuten als Schnellster über die Ziellinie.

«Ich bin sehr, sehr happy», meinte der Engländer, dessen Vater Anthony sich mit der Silber-Crew in der Box des Rennstalls diebisch freute. So wie Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug: «Sensationell - ein Traum, Platz 1 für Lewis, Platz 3 für Heikki - und Massa Fünfter.»

Rund zwei Wochen nach dem sensationellen Rennergebnis von Singapur - vier Deutsche unter den ersten Sechs - kam das schwarz-rot-goldene Fahrer-Quintett dagegen erstmal nicht in Fahrt. Lediglich der Wersauer Timo Glock beim Heimspiel seines Toyota-Rennstalls als Achter und der Heppenheimer Monza-Sieger Sebastian Vettel im Toro Rosso als Neunter schafften es in die Top Ten der Startaufstellung für diesen Sonntag (06.30 Uhr MESZ/RTL und Premiere). Die größte Enttäuschung: Nick Heidfeld landete auf Platz 16. Nico Rosberg machte es als 15. nicht viel besser und Adrian Sutil wurde 19. und damit Vorletzter.

Wenig tröstlich war für Ferrari der zweite Rang von Titelverteidiger Kimi Räikkönen. Denn vor Kollege Massa schoben sich auch noch Heikki Kovalainen aus Finnland im zweiten Silberpfeil als Dritter und der zweimalige Weltmeister sowie Singapur-Sieger Fernando Alonso im Renault. «Ich war zum falschen Zeitpunkt der Schnellste», meinte Massa, der im zweiten Qualifikations-Durchgang die Bestzeit erzielt hatte. In der WM-Wertung liegt er vor dem 16. Saisonlauf mit sieben Punkten Rückstand auf Hamilton (84) auf dem zweiten Rang, Dritter ist Robert Kubica im BMW-Sauber (64) vor Räikkönen (57) und Heidfeld (56).

«Kimi ist gefährlich»

Im silbernen Lager wollte man trotz aller Freude das Resultat am Fuße des Fuji auch nicht überbewerten. «Das ist noch keine Vorentscheidung fürs Rennen. Kimi ist gefährlich. Er wird versuchen, Unfrieden zu stiften», befürchtete Haug. «Es wird ein hartes Rennen, zumal wir nicht genau wissen, wie das Wetter wird», befand der WM- Führende selbst. Hamilton wird zum sechsten Mal in dieser Saison und zum zwölften Mal insgesamt von der ersten Position in einen WM-Lauf starten, nachdem sich ein angeblicher Protest von Renault nicht bestätigte. Das französische Team nahm von einem Veto nach einer Anfrage bei Rennleiter Charlie Whiting und der Ansicht der Fernsehbilder selbst wieder Abstand: Renault-Pilot Nelson Piquet Junior hatte gemeint, von Hamilton im zweiten Abschnitt behindert worden zu sein .

So weit hatte es Heidfeld erst gar nicht geschafft. Nur wenige Tage nach der Verkündung seiner Vertragsverlängerung scheiterte der 31-jährige Mönchengladbacher im ersten Durchgang. «Richtig schnell sahen wir nicht aus. Die harten Reifen waren offensichtlich für mich die falsche Entscheidung. Das hat mich leider über die Klippe springen lassen. Es war halt nicht genug», meinte Heidfeld, dessen polnischer Teamkollege Kubica es aber immerhin auf den sechsten Rang schaffte und im 16. Qualifikations-Duell zum 13. Mal vor dem Deutschen lag. Frustriert war auch Williams-Pilot Rosberg wegen seines 15. Startrangs. «Es ist schon eine kleine Katastrophe», meinte der Singapur-Zweite aus Wiesbaden. (Jens Marx, dpa)

 
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