Ohnehin gelten die «Mutkurven» auf der 7,004 Kilometer langen Traditionsstrecke, die auch die längste Vollgas-Passage aller Kurse bietet, vielen Fahrern als die größte Herausforderung des Jahres. Der Brasilianer Massa, nach seinem Sieg in Valencia mit viel Rückenwind nach Belgien gereist, kam auf dem anspruchsvollen Kurs von Beginn an gut zurecht. In 1:47,284 Minuten war er in der ersten Übungseinheit 0,339 Sekunden schneller als Teamgefährte Räikkönen und ließ den drittplatzierten Hamilton 0,594 Sekunden hinter sich. Ereignisreich wurde es am Nachmittag, als zunächst Mark Webber seinen Red Bull in einen Reifenstapel steuerte. Wenig später setzte Regen ein, Räikkönen und Force-India-Fahrer Giancarlo Fisichella rauschten von der Piste. Zehn Minuten lang wurde das Training unterbrochen, dann jagte der zweimalige Weltmeister Alonso in 1:48,454 zur Bestzeit. Massa war 0,050 Sekunden langsamer. Hamilton reihte sich hinter Teamkollege Heikki Kovalainen als Vierter ein. «Die Zeiten heute sagen nicht viel», urteilte Haug.
Gewohnt weiter hinten fand sich in den ersten Trainingsfahrten BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld wieder. Der Mönchengladbacher schloss die Einheiten als Zwölfter und Zehnter ab. Sebastian Vettel steuerte seinen Toro Rosso auf die Ränge acht und sieben. Williams-Mann Nico Rosberg wurde 13. und 6., Toyota-Fahrer Timo Glock fuhr nach Rang neun am Nachmittag nur auf Platz 14. Adrian Sutil kam als 17. und später als 8. zurück an die Box. (dpa)