Großer Preis von Ungarn:
Hamilton mit Trainings-Bestzeit
01. Aug 2008 16:03, ergänzt 16:27
 |  Schneller Brite: Lewis Hamilton | Foto: dpa |
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Beim freien Training auf dem Hungaroring sorgt Nelson Piquet jr. für die Überraschung. Der Renaultpilot steuert auf den zweiten Platz - hinter Titelaspirant Lewis Hamilton.
WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton winkt auf dem Hungaroring der Hattrick. Der McLaren-Mercedes-Pilot fuhr im zweigeteilten Freien Training zum Großen Preis von Ungarn die absolute Bestzeit und untermauerte damit seine Ansprüche auf den dritten Sieg in Serie. Ferrari bestimmte am Freitag zwar den ersten Durchgang, war dabei aber fast eine halbe Sekunde langsamer. «Der Auftakt war gut und die Basis, die wir am ersten Tag gefunden haben, passt», sagte Mercedes-Motorsportchef zufrieden. Timo Glock landete als bester des deutschen Formel-1-Quintetts auf Rang sechs.
Vorjahressieger Hamilton benötigte auf dem 4,381 Kilometer langen, winkligen und welligen Berg-und-Tal-Kurs bei Budapest bei seiner schnellsten Runde 1:20,554 Minuten. Im ersten Training war der 23 Jahre alte Vize-Weltmeister Vierter hinter seinem Teamkollegen Heikki Kovalainen. Der Finne, der 2009 weiter einen Silberpfeil steuert, belegte auch anschließend Rang drei hinter dem überraschend starken Nelson Piquet (Brasilien), der zuletzt mit seinem zweiten Platz beim Großen Preis von Deutschland für Furore gesorgt hatte.
Duell Massa gegen Räikkönen
Massa hatte am Vormittag bei drückender Schwüle als Bestzeit 1:20,981 Minuten vorgelegt. Der Brasilianer war damit beachtliche 0,364 Sekunden schneller als sein Teamkollege und Titelverteidiger Kimi Räikkönen. Der Finne platzierte sich dafür am Nachmittag als Fünfter direkt vor Massa.
Glock, der seinen spektakulären Hockenheim-Crash gut überstanden hat, war bei seinem sechsten Platz 1:21,931 Minuten unterwegs. Danach kam der Toyota-Pilot aus Wersau auf Rang elf. Nick Heidfeld fuhr im BMW-Sauber im zweiten Training in 1:21,138 Minuten deutlich schneller, wurde dabei aber Siebter. Der Mönchengladbacher erreichte zum Auftakt den neunten Platz. Nico Rosberg (Wiesbaden) belegte die Ränge 16 und 10; Force-India-Vertreter Adrian Sutil (Gräfelfing) landete zweimal auf Platz 18. Pech hatte Sebastian Vettel: Wegen Hydraulik-Problemen am Toro Rosso wurde er jeweils Letzter.
Heidfeld bester Deutscher
Vor dem elften Saisonlauf am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Premiere) liegt Hamilton in der Fahrer-WM mit 58 Punkten vor dem Ferrari-Duo Massa (54) und Räikkönen (51). Heidfeld (41) ist als Gesamtfünfter bester Deutscher.
Derweil hat Rosberg das Kapitel McLaren-Mercedes vorerst abgehakt und konzentriert sich voll auf die schwierige Aufgabe mit seinem Team. «Ich habe für 2009 einen Vertrag mit Williams. Damit ist klar, für wen ich fahre», sagte er im Interview der Deutschen Presse- Agentur. Eigentlich wollten die Silberpfeil-Strategen den schnellen und smarten Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg schon in dieser Saison, scheiterten aber am Veto von Frank Williams. «Ich bereue nichts. Das würde mir nicht weiterhelfen», versicherte der Wunschkandidat, dass er den nicht zustande gekommenen Transfer zu dem Top-Team bestens verarbeitet habe.
Rosberg ist relaxt
Nachdem McLaren-Mercedes Kovalainen für das nächste Jahr bestätigt hat, muss er sogar mindestens bis 2010 warten, ehe sich eine neue Chance für einen Umstieg in das begehrte Cockpit ergeben könnte. «An meiner Situation ändert das nichts», reagierte Rosberg relaxt. Ferrari wäre eine weitere vielversprechende Variante. Aber das Talent mauert bei diesen Tabuthemen. «Ich bin sicher, meine Zeit wird kommen und ich werde mir Rad-an-Rad-Duelle mit Lewis liefern können», sagte Rosberg. «Manchmal dauert es auch etwas länger, bis man die Chance hat, zu einem guten Team zu gehen. Man muss Geduld haben.» (nz/dpa)