Formel 1:
Vettel wechselt von Toro Rosso zu Red Bull
17. Jul 2008 15:49
 |  Formel-1-Pilot Sebastian Vettel | Foto: dpa |
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Sebastian Vettel kämpft sich in der Königsklasse des Motorsports langsam nach oben. Er bleibt auch in der nächsten Saison ein «roter Stier», steigt aber vom B- ins A-Team auf.
Sebastian Vettel wechselt 2009 das Cockpit - von Trro Rosso zu Red Bull. Mit dem Red-Bull-Boliden wir der Heppenheimer deutlich konkurrenzfähiger sein. Teamchef Christian Horner gab am Donnerstag auf dem Hockenheimring bekannt, dass der 21-jährige Formel-1-Pilot aus Heppenheim David Coulthard ersetzen werde. Der Schotte hatte vor knapp zwei Wochen beim britischen Grand Prix seinen Ausstieg zum Saisonende bekanntgegeben. «Ich bin sehr glücklich und stolz», sagte Vettel. «Ein Traum ist wahr geworden. Red Bull hat einen klaren Aufwärtstrend.»
Vettel versicherte, mit keinem anderen Team gesprochen zu haben: «Das hat keine Rolle gespielt.» In der Vergangenheit hatte es Spekulationen über seinen möglichen Wechsel zu Ferrari gegeben. Zudem galt das Talent als Kandidat bei BMW-Sauber. Für die Bayern war er Testfahrer und hatte 2007 in den USA bei seiner Grand-Prix-Premiere als Achter einen WM-Punkt geholt.
«Es war immer mein Ziel, für Red Bull zu fahren», sagte Vettel. Schon vor acht Jahren hatten die Motorsport-Verantwortlichen des österreichischen Getränke-Milliardärs Dietrich Mateschitz den vielversprechenden Knirps als «Red-Bull-Junior» verpflichtet und kontinuierlich über Kart für die Königsklasse aufgebaut. «Damals konnte ich mir nicht vorstellen, einmal Formel 1 zu fahren», sagte Vettel, der vor seinem Heimrennen auf dem Hockenheimring am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Premiere) mit fünf Punkten WM-15. ist.
«Er ist Teil der Familie»
Horner betonte, nach Coulthards angekündigtem Ausstieg sei klar gewesen, dass Vettel zu Red Bull komme: «Er ist Teil der Familie.» Das Team könne «Sebastian alles bieten, um sein ganzes Potenzial zu zeigen». Mit ihm und dem Australier Mark Webber habe Red Bull im nächsten Jahr «eine der stärksten Fahrerpaarungen». Vettels Vertrag gelte für 2009, lasse aber weitere Optionen offen.
Vettel erklärte, sich in den ausstehenden neun Rennen voll auf seine Arbeit bei Toro Rosso zu konzentrieren. Mit dem neuen Auto sei noch einiges möglich. Das Junior-Team hatte ihn im August 2007 für den enttäuschenden Scott Speed (USA) für die letzten sieben Saisonrennen verpflichtet. Wer ihn im nächsten Jahr dort ersetzt, steht noch nicht fest. (nz/dpa)