07. Jun 2008 10:19
Felipe Massas Wandlung zu einem echten WM-Kandidaten ist der Formel-1-Konkurrenz nicht entgangen: «Ich bin mir sicher, dass er Kimi Kopfzerbrechen bereitet», vermutet McLaren- Geschäftsführer Whitmarsh vor dem Kanada-GP.
Massas Negativbeispiel ist sein brasilianischer Landsmann und Ferrari-Vorgänger Rubens Barrichello, der als ewige Nummer zwei bei der Scuderia endete und frustriert flüchtete. Auch der 1,66 Meter große Massa stand zunächst im übergroßen Schatten seines Lehrmeisters Michael Schumacher, dann war ihm 2007 dessen Nachfolger Räikkönen voraus.Vor dem Großen Preis von Kanada am Sonntag (19.00 Uhr MESZ/RTL und Premiere) in Montreal ist Massa mit dem Finnen nun mindestens auf Augenhöhe. Dass sich das Team-Duell möglicherweise negativ auf den Titelkampf mit dem WM-Führenden Lewis Hamilton im McLaren- Mercedes auswirkt, glaubt der Südamerikaner nicht. «Es ist gut für das Team», meinte der neue Hoffnungsträger aus dem Ayrton-Senna-Land. «Wir treiben uns gegenseitig an.»
Zu Saisonbeginn hatte es für den nunmehr siebenmaligen Grand-Prix- Sieger noch ganz anders ausgesehen. Nach seinen Nullnummern in Australien und Malaysia musste er viel Häme ertragen. Sofort war die italienische Presse zur Stelle, wollte ihn aus dem National-Heiligtum Ferrari raus- und den zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso reinschreiben. Dabei war Massas Vertrag erst Ende vergangenen Jahres vorzeitig bis Ende 2010 verlängert worden.