Die Uefa hat die Tornetzfarben getauscht!:
Glosse: Schwarz und Weiß
26.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Aber auf eins musste uns erst das Online-Fußballmagazin «Rund» aufmerksam machen: In der Vorrunde waren die Tornetze schwarz, in der Finalrunde sind sie weiß. Und diese Begründung hätten wir nie herausgefunden: «Es gab keinen speziellen Grund für den Farbwechsel der Tornetze», ließ die Uefa verlauten, «es war ein interner Beschluss.»
Schwarz jedenfalls waren die Netze erstmals vor vier Jahren, bei der EM in Portugal. Das war damals eigentlich allen egal, außer Otto Rehhagel. Der Trainer der griechischen Nationalelf beschwerte sich massiv, aber ohne Erfolg. Zur Strafe musste er Europameister werden.
Da hat sich der Otto aber verrechnet. Die Uefa wollte sich von dem hellenischen Emporkömmling im blauen Trainingsanzug nichts sagen lassen und verhängte die Tore alle wieder mit schwarz. Angeblich, so argumentiert zumindest die Firma, die die Netze liefert, sieht man besser durch schwarze Netze. Die Zuschauer hinter den Toren hätten sonst Probleme, das Geschehen im Fünfmeterraum zu verfolgen.
Die Wahrheit aber liegt auf dem Platz, wissen Trainer wie Otto Rehhagel, und das Netz ist schließlich nicht zum Durchgucken da, sondern zum Draufballern: Was soll der Scheiß, wir brauchen weiß!
Schwarze Netze in der Vorrunde, das war schon sehr gemein von der Uefa! Aber noch gemeiner war, dass sie ohne eine anständige Begründung die Netze einfach austauschte, kaum dass sich Otto die Spiele von zu Hause aus anschauen muss. Vielleicht hofft die Uefa darauf, dass es bei Rehhagels zu Hause nur einen Schwarzweiß-Fernseher gibt und er es nicht merkt!
Nochmal, so darf vermutet werden, wird sich Otto Rehhagel mit seiner griechischen Mannschaft keine schwarzen Tornetze mehr bieten lassen! Sollen sie doch ihr Turnier alleine machen!
Die nächste spannende Frage ist, ob es jemand auffällt, wenn die nächste Europameisterschaft tatsächlich ohne die griechischen Weißnetzspezialisten stattfände.

