«Unterschwellig» gebe es in der Liga weiterhin das Gefühl, dass die sportliche Leitung der Nationalmannschaft die Klubs «von oben herab» belehre nach dem Motto: «Wenn ihr mal alle lieb, nett und brav seid bei den Vereinen, werden wir euch mal erklären, wie das hier bei uns funktioniert. Und da nehme ich mir die Freiheit zu sagen, so geht es nicht», sagte Völler, als er im ZDF neu auf das Reizthema Bierhoff angesprochen worden war. «Jeder hat seine Meinung, er seine, ich meine, da kommen wir auf keinen Fall näher», entgegnete Bierhoff kompromisslos. Zugleich wies er Völlers Vorwürfe nochmals zurück: «Es stimmt nicht, dass wir der Liga vorschreiben, wie sie zu spielen hat.» Gemeinsam mit Löw bemühte sich der Teammanager gegenüber der Liga um moderate Töne: «Die Zusammenarbeit ist sehr gut.» Es komme immer vor, dass sich einige auf die Füße getreten fühlen, wenn man Reizpunkte setze, betonte Bierhoff: «Da wird immer wieder versucht, Feuer zu schüren.»
Löw betonte, dass seine Kooperation mit den Trainern bis auf normale Interessens-Kollisionen gut funktioniere: «Es gibt einen permanenten Austausch und eine intensive Kommunikation auf meiner Ebene mit den Trainern.» Der Bundestrainer betonte die Bedeutung der Vereinsarbeit für den Erfolg der DFB-Auswahl: «Ohne die Bundesliga wären wir bei der Nationalmannschaft chancenlos. Wir sind auf die Arbeit in den Vereinen in starkem Maße angewiesen.» (Klaus Bergmann und Jens Mende, dpa)