Männer-Fehde neu entfacht:
Völler und Bierhoff «keine Freunde mehr»
24.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
«Wir werden keine Freunde mehr, aber ich habe kein Problem damit», erklärte Bierhoff, nachdem Völler zuvor seine Kritik an ihm bekräftigt hatte. Der Bayer-Sportchef hält Bierhoff weiterhin oberlehrerhaftes Verhalten vor, auch wenn dies seit seiner verbalen Attacke im vergangenen November «ein bisschen nachgelassen» habe. Für eine öffentlichkeitswirksame Aussprache sehe er aber «keinen Grund», bekräftigte Völler: «Man muss nicht gekünstelt Treffen arrangieren, um zu sagen, jetzt wird die große Friedenspfeife geraucht.»
«Jeder hat seine Meinung, er seine, ich meine, da kommen wir auf keinen Fall näher», entgegnete Bierhoff kompromisslos. Zugleich wies er Völlers Vorwürfe nochmals zurück: «Es stimmt nicht, dass wir der Liga vorschreiben, wie sie zu spielen hat.» Gemeinsam mit Löw bemühte sich der Teammanager gegenüber der Liga um moderate Töne: «Die Zusammenarbeit ist sehr gut.» Es komme immer vor, dass sich einige auf die Füße getreten fühlen, wenn man Reizpunkte setze, betonte Bierhoff: «Da wird immer wieder versucht, Feuer zu schüren.»
Löw betonte, dass seine Kooperation mit den Trainern bis auf normale Interessens-Kollisionen gut funktioniere: «Es gibt einen permanenten Austausch und eine intensive Kommunikation auf meiner Ebene mit den Trainern.» Der Bundestrainer betonte die Bedeutung der Vereinsarbeit für den Erfolg der DFB-Auswahl: «Ohne die Bundesliga wären wir bei der Nationalmannschaft chancenlos. Wir sind auf die Arbeit in den Vereinen in starkem Maße angewiesen.» (Klaus Bergmann und Jens Mende, dpa)

