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«Was soll der Präsident da machen?»

03. Mai 2007 14:21
Michel Platini (l.), Lennart Johansson
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Natürlich will man südlich der Alpen wissen, was der neue Uefa-Präsident dazu sagt, dass die EM 2012 in die Ukraine und an Polen vergeben wurde und nicht ins favorisierte Italien. Michel Platini glaubt den Grund zu kennen.

Der Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa), Michel Platini, hat den Zuschlag für Polen und die Ukraine zur Ausrichtung der Europameisterschaft 2012 als «politische Entscheidung» bezeichnet. «Beim technischen Dossier war Italien am besten, aber es war eine politische Wahl», sagte der Franzose der Zeitung «La Gazzetta dello Sport».

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Die wirkliche Entscheidung sei auch nicht in Cardiff, sondern schon zuvor in Düsseldorf bei der Wahl des Uefa-Präsidenten gefallen. «Sagen wir, es war die Fortsetzung der alten Präsidentschaft», betonte Platini und gab damit seinem unterlegenen Gegenkandidaten und Vorgänger Lennart Johansson (Schweden) eine Mitverantwortung an dem überraschenden Votum für Polen und die Ukraine und gegen den Top- Favoriten Italien. «Johansson hat Euch die EM versprochen, genauso wie Kroatien, Ungarn, Polen und der Ukraine«, behauptete Platini.

Für 90 Prozent der Europäer sei diese Wahl jedoch richtig gewesen. Man habe neue Grenzen überschritten. «Was soll der Präsident da machen», fragte Platini die Italiener, die vor der Wahl am 18. April in Cardiff in dem Franzosen einen ihrer wichtigsten Verbündeten gesehen hatten. Für Platini hat das durch den Manipulationsskandal und die Gewaltexzesse abgelenkte Italien Fehler gemacht: «Bei den vielen Problemen habt Ihr nicht um Euch herum geschaut«, so Platini.

Die Ausrichtung der EM 2012 in Osteuropa sei «eine größere Herausforderung» als in Italien, gab der 51-Jährige zu. Gleichzeitig betonte er, dass die Lehre von Cardiff sei, dass die EM-Endrunde nicht gezwungenermaßen in eines der großen Länder vergeben werden müsse». «Die Welt dreht sich weiter», erklärte Platini. (dpa)


 
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