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DFB-Auswahl spielt in Bratislava groß auf

11. Okt 2006 21:31, ergänzt 23:22
Clemens Fritz 2006, Dusan Svento
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Die deutsche Fußball- Nationalelf hat auch ihre dritte Partie in der EM- Qualifikation gewonnen. Für einen negativen Beigeschmack beim Auswärtserfolg in der Slowakei sorgten allerdings Ausschreitungen auf den Rängen.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der EM- Qualifikation nach drei Spielen eine Bilanz von drei Siegen und 18:1 Toren zu Buche stehen. Auch im Auswärtsspiel in der Slowakei blieb die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw beim deutlichen 4:1 (3:0)-Erfolg auf Kurs. Lukas Podolski (13.), Michael Ballack (25.) und Sebastian Schweinsteiger (36.) hatten gegen die zunächst harmlosen Gastgeber schon vor der Pause für klare Verhältnisse gesorgt. Nachdem Stanislav Varga (58.) zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzen konnte, stellte Podolski mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her (72.). Die DFB-Elf kassierte in der Ära Löw den ersten Gegentreffer überhaupt.

«Man kann stolz sein auf diese Mannschaft, sie hat vor Spielfreude nur so gesprüht», meinte Löw nach der Partie hochzufrieden. «Das war ein großer Schritt Richtung EM. Wir haben außerdem bewiesen, dass wir auch auswärts gegen einen starken Gegner gewinnen können.»

Prügelszenen auf den Rängen

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  • Auf den Rängen kam es im mit 21.000 Zuschauern nicht ausverkauften Stadion in Bratislava zu den befürchteten Ausschreitungen. Die Halbzeit-Pause hatten einige Hooligans in einem Block des Stadions genutzt, um sich mit den Sicherheitskräften anzulegen. Die Polizisten stürmten daraufhin in den mit Gittern abgesperrten Stadionblock, in dem sich mehrere hundert Zuschauer befanden, die nicht vom Deutschen Fußball-Bund Karten bezogen hatten. Auch während der zweiten Hälfte kam es dort zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, als die Sicherheitskräfte unter Einsatz von Schlagstöcken für Ordnung sorgen wollten. Insgesamt nahm die Polizei fünf Deutsche fest, so Polizeisprecher Viktor Plezel.

    Löw vertraut Stammformation

    Löw hatte im Gegensatz zum Länderspiel gegen Georgien am Samstag (2:0) wieder seiner Stammformation vertraut. Der Bundestrainer nahm insgesamt fünf Umstellungen vor: Jens Lehmann, Philipp Lahm, Torsten Frings, Bernd Schneider und Miroslav Klose kehrten in die Startelf zurück. Diese Umstellung machte sich sofort positiv bemerkbar. Der Ball lief in den deutschen Reihen meistens sicher. Und im Sturm klappt das Zusammenspiel von Podolski und Klose wieder bestens.

    Die DFB-Elf stürmte von Beginn an auf das slowakische Tor und setzte die Gastgeber mächtig unter Druck. Schon nach 13 Minuten gelang Podolski die Führung. Der Bayern-Angreifer war von Sturmkollegen Klose angespielt worden. Der Bremer war zuvor bis zur Grundlinie durchgelaufen und hatte den Ball in den Rücken der Abwehrspieler gepasst. Michael Ballack, der zuvor mit Fernschüssen nicht erfolgreich gewesen war, erhöhte nach 25 Minuten nach Flanke von Lahm per Kopf auf 2:0. Für das 3:0 sorgte Bastian Schweinsteiger per Direktabnahme (36.). Die Slowaken kamen vor der Pause nur gelegentlich - und wenn, dann nur mit Einzelaktionen - vor das Tor von Lehmann.

    Kleine Schwächephase

    Was sich nach dem Seitenwechsel plötzlich änderte. Da die deutsche Elf mit der sicheren Führung im Rücken das Tempo etwas aus der Partie nahm, konnten die Slowaken nun aufrücken. Bei einer Flanke von Jan Kozak flog Lehmann am Ball vorbei; Vargas konnte den Ball problemlos über die Linie befördern. Mit dem Gegentreffer war vorerst auch die Sicherheit im deutschen Spiel dahin. Die Verteidigung - nun unter Druck gesetzt - offenbarte plötzlich Schwächen, bis die DFB-Elf ab der 70. Minute die Partie wieder in den Griff bekam. Podolski sorgte erneut nach Zuspiel von Klose für die endgültige Entscheidung (72.). Danach taten die Gäste nicht mehr als unbedingt nötig, um das Ergebnis über die Zeit zu bringen.

    Mit neun Punkten aus drei Partien belegt Deutschland in der Tabelle hinter Tschechien (10/4 Spiele) den zweiten Platz in der Gruppe D. (nz)

     
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