Große Ehre für Referee Rosetti: 

netzeitung.deNovum: Schiri eröffnet und beendet EM-Turnier

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Schiri mit Herz: Roberto Rosetti (l.) tröstet Mladen Petric nach dem EM-Aus der Kroaten. (NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schiri mit Herz: Roberto Rosetti (l.) tröstet Mladen Petric nach dem EM-Aus der Kroaten.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Für einen Italiener hatte das Ausscheiden der italienischen Mannschaft bei der EM auch etwas Gutes: Schiedsrichter Roberto Rosetti darf nach dem Eröffnungsspiel auch das Endspiel leiten.

Die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz wird am Sonntag mit einem Novum zu Ende gehen. Als erster Schiedsrichter der EM-Geschichte eröffnet und beendet Roberto Rosetti das Turnier. Nach dem Auftaktspiel zwischen der Schweiz und Tschechien (0:1) pfeift der Italiener auch das Finale zwischen Deutschland und Spanien. «Das ist eine große Freude und Ehre», sagte der Krankenhaus-Direktor aus Turin vor der Partie am Sonntagabend im Wiener Ernst Happel-Stadion.
Landesrekord bei der WM 2006 aufgestellt
Sein Finaleinsatz sei einer der wichtigsten Momente seines Lebens. «Schiedsrichter sein ist meine große Leidenschaft», sagte der 40- Jährige, der sich zu Italiens neuem Star-Schiedsrichter und zu einem der besten Unparteiischen der Welt hochgearbeitet hat. Rosetti begann seine Karriere im Profifußball 1997. Seit 2003 pfeift er als Fifa- Schiedsrichter international. Als einziger italienischer Unparteiischer bei der WM 2006 in Deutschland stellte er mit vier Einsätzen gleich einen Landesrekord auf.

Bei der EM leitete er nach der Auftaktpartie das Spiel zwischen Griechenland und Russland (0:1) sowie das brisante Viertelfinale zwischen Kroatien und der Türkei (1:3 im Elfmeterschießen). «Er hat sich das Finale mit hervorragenden Leistungen verdient», gratulierte der frühere Star-Referee Pierluigi Collina. Italiens Schiedsrichter- Koordinator wertete die Berufung Rosettis auch als Ausdruck der neuen «Glaubwürdigkeit des italienischen Schiedsrichterwesens».

Die hatte durch den Liga-Skandal in Italien mächtig gelitten. Der mittlerweile verurteilte Ex-Manager von Juventus Turin, Luciano Moggi, hatte systematisch Schiedsrichter manipuliert. Rosetti gehörte jedoch zu den Saubermännern. «Rosettis Berufung ist ein Signal an Italien», sagte Uefa-Präsident Michel Platini. Und für die deutsche Elf ist sie ein gutes Omen: Als zuletzt mit Pierluigi Pairetto ein Italiener 1996 ein EM-Finale leitete, wurde Deutschland gegen Tschechien Europameister. (dpa)