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netzeitung.deKlagenfurt sperrt Lindwurm ein und Räder aus

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Nicht die Fans sollen vor dem Drachen, sondern der Lindwurm soll vor den Fans geschützt werden (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nicht die Fans sollen vor dem Drachen, sondern der Lindwurm soll vor den Fans geschützt werden
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Sicherheit wird in Österreichs kleinster EM-Stadt besonders groß geschrieben: Der Lindwurm der Stadt wird genauso wie Kaiserin Maria-Theresia in eine Art Knast gesteckt. Außerdem sind Fahrräder tabu - Autofahrer dürften sich dagegen freuen.

Eigentlich sieht er ganz massiv aus, der Lindwurm auf dem Hauptplatz von Klagenfurt. Doch das Risiko während der Fußball-Europameisterschaft war den Stadtvätern wohl doch zu hoch: Jetzt steckt der große Tatzlwurm hinter einer Wand aus Plexiglas und soll damit sicher vor Zerstörung sein. Doch nicht nur das uralte Fabelwesen wurde verpackt. Auch Kaiserin Maria-Theresia steckt für die Zeit der Fußball-EM hinter bruchsicherem Glas.

Gleichzeitig präsentiert sich Klagenfurt bei der EM nicht gerade umweltfreundlich. Während die Stadt Autofahrern sogar kostenloses Parken in der Innenstadt verspricht, sollen Fahrräder verboten werden. Der Grund: Die Drahtesel seien ein Sicherheitsrisiko, weil sie als Wurfgeschosse missbraucht werden könnten, meint Bürgermeister Harald Scheucher.

Klagenfurt, Österreichs kleinste EM-Stadt, gilt wegen der als «riskant» eingestuften Vorrundenspiele mit Deutschland, Polen und Kroatien als besonders gefährdet. Die große Fanzone auf dem Hauptplatz fasst offiziell nur 6.000 Fans. Daneben wurden weitere Fanmeilen auf dem Messegelände und am Wörthersee-Ufer angelegt. Dort sollen zusammen mehr als 25.000 Fans Platz finden

So bringt sich die Hauptstadt von Kärnten zum wiederholten Male in die EM-Schlagzeilen. Schon die Vergabe des Auftrags für das teure Wörthersee-Stadion musste vor Gericht entschieden werden. Im vergangenen Dezember wurde dann der Chef des städtischen Organisationskomitees entlassen, weil er sein Ausgabenkonto massiv überzogen hatte. Und in den vergangenen Monaten gab es immer wieder heftige Diskussionen über die Zahl der Fanzonen in Österreichs kleinster EM-Stadt. (nz/dpa)