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Comeback von Schwedens Superstar: 

Larsson als «Erlöser» gefeiert

14. Mai 2008 13:29
Nationaltrainer und der Superstar: Lars Lagerbäck (l.) nominiert Henrik Larsson für die EM 2008
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Wenn ein 36-jähriger Fußballprofi zum Heilsbringer auserkoren wird, dann kann es um den Rest seiner Mannschaft nicht allzu bestellt sein. Für Henrik Larsson ist es der zweite Rücktritt vom Rücktritt.

Das völlig überraschende Ja von Stürmerstar Henrik Larsson für ein Nationalmannschafts-Comeback hat Schwedens EM-Hoffnungen wie eine Rakete in die Höhe getrieben. «Sein Name wird wie der eines Erlösers bejubelt», berichtete «Svenska Dagbladet» am Mittwoch, nachdem Nationaltrainer Lars Lagerbäck den einstigen Profi von Manchester United, dem FC Barcelona und Celtic Glasgow in letzter Minute zur Rückkehr ins Nationalteam für das Turnier in Österreich und der Schweiz überredet hatte.

«Ich liebe einfach den Fußball»

«Ich fange nur als Reservespieler an und habe keine Sonderrechte», meinte Larsson selbst gewohnt bescheiden. Aber das nehmen die schwedischen Fans und Medien ihrem «Henke» nicht ab, der nach der WM 2006 in Deutschland und 93 Länderspielen mit 36 Toren das blau-gelbe Nationaltrikot eigentlich nicht mehr überstreifen wollte. «Ich liebe einfach den Fußball», begründete er seinen zweiten Rücktritt vom Rücktritt, denn auch vor der WM in Deutschland hatte sich Larsson eigentlich schon aus der Nationalelf verabschiedet.

Weil er aber danach bei Gastspielen in Barcelona und Manchester weiter als schneller, eleganter Vollstrecker glänzte und diesen Glanz nun mit vollem Einsatz auch für seinem Heimatklub Helsingborg IF verbreitet, soll er in Österreich und der Schweiz für Schweden-Tore sorgen. Vor allem die Dauerverletzung von Stürmerstar Zlatan Imbrahimovic (Inter Mailand) am Knie hatte den Hoffnungen der Skandinavier für die EM zuletzt einen erheblichen Dämpfer versetzt.

«Er ist ein Riesengewinn»

Auch vor der WM in Deutschland war der als «Fußball-Diva» nicht überall geschätzte Ibrahimovic angeschlagen. Er erreichte im Turnier nie seine gewohnte Form. Dass auch Larsson bis zum sang- und klanglosen Ausscheiden Schwedens gegen Gastgeber Deutschland im Achtelfinale blass blieb, ist inzwischen vergessen. «Für uns ist Henke mit seiner Erfahrung auf dem Platz, aber auch sonst ein Riesengewinn», meinte Trainer Lagerbäck.

Im Angriff verfügt er nun mit Larsson neben dem Bundesliga-Profi Markus Rosenberg von Werder Bremen und Johan Elmander vom FC Toulouse über starke Alternativen zum angeschlagenen Ibrahimovic. In den Gruppenspielen gegen Spanien, Russland und Griechenland hofft Lagerbäck auf die Vielseitigkeit seines reaktivierten Routiniers: «Henke Larsson arbeitet auch defensiv unglaublich viel.» (dpa)

 
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