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Völler bei «Wetten, dass...?» stürmisch gefeiert
03. Jul 2004 22:11

Rudi Völler bei
Foto: ddp
Rudi Völlers Beliebtheit hat trotz des ernüchternden Auftritts der DFB-Elf bei der Fußball-EM nicht gelitten. Mit donnernden Applaus wurde der Ex-Teamchef bei «Wetten, dass...?» begrüßt.
 
Rudi Völlers Ansehen ist in Deutschland weiterhin ungebrochen. Aller Enttäuschung über das schlechte Abschneiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM in Portugal zum Trotz: Der zurückgetreten Teamchef wurde am Samstagabend bei der TV-Sendung «Wetten, dass...?» in Berlin mit Standing Ovations empfangen. Als der 44-Jährige die Bühne betrat , erhoben sich die 19.000 Zuschauer in der Waldbühne von ihren Sitzen und feierten «ihren Rudi».

Sichtlich gerührt und mit Tränen in den Augen sagte Völler: «Ich bin überwältigt, nach so einer enttäuschenden Euro so empfangen zu werden.» Showmaster Thomas Gottschalk fand schnell den Bogen weg von den Emotionen hin zur ernüchternden Realität: Die Frage nach dem Scheitern der DFB-Elf kam sofort. Ob sich Völler im Stich gelassen gefühlt habe, wollte Gottschalk wissen.

Völler bleibt sich treu

Mehr in der Netzeitung:
Auch im Unterhaltungs-Fernsehen blieb sich Völler treu. Er nahm wie schon bei den europäischen Titelkämpfen seine Spieler in Schutz: «Die Jungs haben alles versucht. Auch wenn der ein oder andere jetzt pfeift.» Dennoch schob er nach: «Sicherlich haben wir uns nicht so präsentiert, wie ich mir das vorgestellt habe.»

Doch ganz unvorbereitet kam das Scheitern bereits in der Vorrunde für Völler wohl nicht. «Wir haben die Dinge in Deutschland sehr realistisch gesehen, auch schon im Vorfeld der Euro. Wir haben in einer sehr starken Gruppe gespielt.»

«MV» habe alles versucht

Zum Thema DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder versicherte der zurückgetretene Teamchef, dass dieser versucht habe «mit allen Mitteln mich von der Entscheidung zurückzuhalten». Gerade diese Version zweifeln große Teile der Presse indes an. Völler sieht darum seinen ehemaligen Chef auch «teilweise ungerecht» behandelt. Völler sagte «teilweise». Und auch den Alleingang von «MV» bei der Suche nach einem Nachfolger kritisiert Völler: «Es hätte etwas offener sein können.» (nz)


 
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