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Völler will sich mit Netzer aussprechen
16. Sep 2003 10:45
 | Rudi Völler | | Foto: AP |
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Rudi Völler möchte sich mit ARD-Analysator Günter Netzer treffen und über seinen Wutausbruch im Fernsehen sprechen. Der Teamchef glaubt, dass Netzer von ihm enttäuscht ist.
DFB-Teamchef Rudi Völler will sich nach seiner lautstarken Schimpftirade im Fernsehen endlich mit Günter Netzer aussprechen. «Es ist zwar nicht so, dass ich nicht schlafen kann. Aber es stimmt: Die derzeitige Situation gefällt mir nicht. Wenn sich die Angelegenheit ein wenig beruhigt hat, werde ich mich mit ihm zusammensetzen. Ich mag ihn, und er schätzt mich - glaube ich auch», sagte Völler am Montagabend in der ARD-Talkshow «Beckmann». «Er ist bestimmt enttäuscht, dass ich ihm meine Kritik nicht unter vier Augen gesagt habe.»
Nach dem 0:0 im EM-Qualifikationsspiel auf Island hatte Völler im Live-Interview im Anschluss an die Begegnung das ARD-Länderspiel-Gespann Gerhard Delling und Analysator Günter Netzer heftig gescholten. Der Teamchef warf Welt- und Europameister Netzer vor, als Aktiver nur Stand-Fußball gespielt zu haben. Netzer hatte bereits angekündigt, er werde auch weiterhin die Spiele der deutschen Nationalmannschaft mit seiner gewohnt kritischen Distanz begleiten. Völler, der Coach der deutschen Vize-Weltmeistermannschaft von 2002, unterstrich nochmals, dass seine Wutrede keineswegs geplant gewesen sei, sondern spontan zu Stande gekommen sei. An Rücktritt habe er jedoch zu keiner Zeit gedacht. «Auch wenn wir gegen Schottland verloren hätten, wäre das kein Thema gewesen. Wir hätten uns trotzdem noch qualifizieren können, wenn auch vielleicht nicht als Gruppenerster», sagte der 43 Jahre alte Weltmeister von 1990. Die Reaktionen auf seine Medienschelte hätten ihn sehr überrascht. Von politischer Seite und der deutschen Öffentlichkeit gab es fast nur positive Reaktionen sowie Lob für den früheren Bundesliga-Profi. (nz)
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