1. FC Nürnberg stillt die Sehnsucht seiner Fans
17.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Eintracht-Coach Friedhelm Funkel überraschte am Dienstagabend in seiner Startaufstellung damit, den zuletzt suspendierten Michael Thurk von Beginn an anstelle von Naohiro Takahara im Mittelfeld auflaufen zu lassen. Marcel Heller stürmte neben Ioannis Amanatidis. Beim 1. FC Nürnberg, der noch immer ohne seinen grippegeschwächten Toptorjäger Marek Mintal auskommen muss, stand Glauber wieder in der Innenverteidigung. Die einzige Spitze - Markus Schroth - sollten Ivan Saenko und Jan Polak mit Bällen versorgen.
Nach dem Führungstreffer für den «Club» entwickelte sich ein lebhaftes Pokalspiel. 45.000 Zuschauer im ausverkauften Frankenstadion sahen bei milden 20 Grad gleich zwei weitere Sturmläufe Saenkos gen Frankfurter Tor über Links, doch der Abschluss geriet zu lässig. Im dritten Anlauf machte es der Weißrusse nach Vorarbeit von Andreas Wolf besser und er machte es von Rechts. Bei seinem Schuss aus etwa elf Metern Entfernung hatte Nikolov keine Chance.
Wie es sich anfühlt, vor mehr als 60.000 Fans im Berliner Olympiastadion aufzulaufen, wissen fast alle Frankfurter Spieler. Erleben werden sie es in diesem Sommer aber nicht mehr. Gegen konzentrierte und hocheffiziente Nürnberger, die von mehr als 35.000 eigenen Fans angepeitscht nach vorne stürmten, hatte die Eintracht auch nach der Pause kaum eine Chance. Zwar beorderte Trainer Funkel Thurk in den Sturm und schickte auch noch Alexander Meier als Ideengeber aufs Feld, doch auch sie konnten den Umschwung nicht erzwingen.
Etwa zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff machte Meyers «wichtigster Spieler» - Abwehrchef Galasek - den Sieg mit einem Freistoßtreffer perfekt. Der Kapitän der tschechischen Fußball-Nationalmannschaft zirkelte den Ball rechts um die Frankfurter Mauer und schoss ins linke Eck zum 3:0 ein. Die Kurve der Eintracht-Fans schwieg von diesem Moment an fast andächtig, kaum einer glaubte mehr an die Wende - und die Nürnberger machten keine Anstalten, den Sieg noch einmal aus der Hand zu geben. Im Gegenteil, nachdem Meyer Zuschauerliebling Mintal für die letzten Minuten eingewechselt hatte, gab es noch ein Zuckerl obendrauf. Der eingewechselte Chhunly Pagenburg erzielte das 4:0. (nz)

