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Champions League Halbfinale: 

Scholes schießt «ManU» nach Moskau

29. Apr 2008 22:38, ergänzt 30. Apr 2008 14:29
Paul Scholes (l.) zieht ab, Messi schaut zu
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Manchester United hat den FC Barcelona im Rückspiel knapp aber verdient bezwungen und damit zum ersten Mal seit neun Jahren das Finale der Champions League erreicht. Dort treffen die «Red Devils» in jedem Fall auf einen Ligakonkurrenten.

Nach einer souveränen Vorstellung von Manchester United ist das erste englische Endspiel in der Geschichte der Champions League perfekt. Vor dem Halbfinal-Auftritt von Michael Ballack mit dem FC Chelsea gegen den FC Liverpool an Mittwoch (20.45/Sat.1 und Premiere) setzte sich «ManU» gegen den FC Barcelona vor eigenem Publikum mit 1:0 (1:0) durch und unterstrich einmal mehr die Vormachtstellung der Premier-League-Teams in Europas Königsklasse. Vor 76.212 Zuschauern in Old Trafford erzielte Paul Scholes schon in der 14. Minute mit einem herrlichen Distanzschuss den Siegtreffer für den englischen Meister. Im Hinspiel war Spaniens Vize-Meister über ein 0:0 nicht hinausgekommen - das rächte sich nun für den Schalke-Bezwinger.

Traumtor von Scholes

Nach den schwungvollen Anfangsminuten der Gäste gaben die ohne den verletzten Wayne Rooney spielenden Hausherren urplötzlich Gas. Der nach der Auszeit bei der Premier-League-Niederlage gegen Chelsea wieder in der Anfangsformation stehende Cristiano Ronaldo stürmte nach vorne, Zambrotta klärte am eigenen Strafraum. Doch der Spanier spielte den Ball direkt vor die Füsse von Scholes, der aus gut 30 Metern direkt in den rechten Winkel zielte und Victor Valdes im Barca-Tor mit seinem «Kracher» keine Chance ließ. Es war das erste Champions-League-Tor in dieser Saison für den englischen Nationalspieler, der erst im Februar nach dreimonatiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert hatte.

«Barca» mit wenig Zug zum Tor

Nachdem Barcelona, in der spanischen Meisterschaft als Dritter bereits 14 Punkte hinter Real Madrid, den Schock überwunden hatte, deutete das Team von Trainer Frank Rijkaard seine Gefährlichkeit an. Doch die klareren Chancen hatte Manchester. Das Team von Coach Sir Alex Ferguson, letztmals vor neun Jahren im Champions-League-Finale und da glücklicher Sieger über den FC Bayern München, setzte auch nach der Pause auf Angriff. Doch wie schon im Hinspiel, als Ronaldo einen Elfmeter verschoss, vergab ManU guten Chancen. Das hätte sich beinahe gerächt. Die Spanier setzten alles auf eine Karte. Vor allem Deco war aus der Distanz torgefährlich, hatte Pech mit einem 33-Meter-Freistoß knapp neben den Pfosten. Doch am Ende gingen die «Red Devils» aus dem Abwehrkampf als Sieger hervor.

Die Fakten des Spiels:

Manchester United: van der Sar - Hargreaves, Ferdinand, Brown, Evra (90.+3 Silvestre) - Nani (77. Giggs), Scholes (77. Fletcher), Carrick, Park - Cristiano Ronaldo, Tévez

FC Barcelona: Valdés - Zambrotta, Puyol, Milito, Abidal - Xavi, Touré (88. Gudjohnsen), Deco - Messi, Iniesta (61. Henry) - Eto'o (72. Bojan Krkic)

Schiedsrichter: Herbert Fandel (Kyllburg)

Zuschauer: 76.212 (ausverkauft)

Tor: 1:0 Scholes (14.)

Gelbe Karten: Cristiano Ronaldo, Carrick / Touré, Deco, Zambrotta

(nz/dpa)

 
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