10. Apr 2008 14:03
Seit Jahresbeginn hat Jens Lehmann zu seiner Situation als Bankdrücker bei Arsenal London geschwiegen, jetzt ist dem deutschen Nationaltorhüter in einem Interview der Kragen geplatzt. Seine Wut will er bei der EM jedoch positiv nutzen.
Lehmann wirft Wenger vor, nicht mit offenen Karten gespielt zu haben. Gegen seinen acht Jahre jüngeren Kontrahenten Almunia habe er in dieser Saison nie eine faire Chance bekommen: «Wenn der Trainer mir das vor der Saison gesagt hätte, hätte ich entscheiden können, ob ich auf der Bank sitzen möchte.» Der Trainer habe offenbar mit aller Macht den Jüngeren spielen lassen. «Ich glaube aber nicht, dass er damit glücklich geworden ist», sagte Lehmann in Richtung seines französischen Vereins-Trainers. Noch in der Winterpause hatte er sich gegen einen Wechsel zu seinem Ex-Verein Borussia Dortmund entschieden.Das Kapitel FC Arsenal hat der Wahl-Engländer nun abgehakt. «Was soll ich noch hoffen? Wenn ich nicht spiele, obwohl der andere Torwart nicht gerade glücklich spielt, wird es schwierig», sagte Lehmann in Anspielung auf seinen spanischen Rivalen Manuel Almunia. Das Ausscheiden aus der Champions League als Reservespieler der Londoner bezeichnete der 38-Jährige als «Tragödie». Und ergänzte: «Zumal ich nicht die Chance hatte, es zu verhindern.»