06. Mrz 2008 11:12
Im Spiel gegen Olympiakos Piräus hatte Michael Ballack den FC Chelsea mit einem frühen Tor auf die Siegerstraße geführt. In der englischen Presse ist man vom Deutschen allerdings noch aus einem anderen Grund begeistert.
«Das war nicht bloß ein Sieg. In der Champions League, wo nur die Besten bestehen, hat Chelsea ein Meisterstück abgeliefert», so das Blatt. Nach Ballacks durchwachsenem Start in London mit einigen Verletzungen und Formkrisen habe der deutsche Superstar endlich gezeigt, dass er sein Geld wert ist – so, wie es Lampard seit Jahren tut. Seit Ballacks Wechsel von München nach London steht der deutsche Auswahl-Kapitän bei den Fans vor allem wegen seines geschätzten Wochengehalts von 250.000 englischen Pfund in der Kritik. Doch das Piräus-Spiel hat die womöglich endgültige Versöhnung gebracht: «Diese Nacht war unbezahlbar», schreibt «Sun». Nicht zuletzt auch wegen der Erkenntnis, dass Ballack eben doch mit Lampard prächtig harmonieren kann.Der «Mirror» zeigte sich verwundert über den starken Auftritt des Klubs, der dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch gehört: «Nicht schlecht für einen Klub in der Krise. Nicht schlecht für einen ahnungslosen Trainer.» Eben jener ahnungslose Avram Grant habe nun endlich eine Antwort auf die große Frage gefunden: Wie bekommt man Michael Ballack und Frank Lampard unter einen Hut? Das Duo war laut «Independent» auch der Grund für den schwachen Auftritt der eingeschüchterten Gäste aus Griechenland: Die beiden Mittelfeldbosse hätten den Piräus-Profis «mit einer einschüchternden Demonstration von Stärke» schlichtweg den Zahn gezogen. (nz)