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Milans Gattuso kündigt Liverpool Rache an

03. Mai 2007 13:14
Gennaro Gattuso
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«Es wird schwer, aber Liverpool hat nicht ManU's Qualitäten», gibt sich Milan-Trainer Ancelotti für das Athener Finale selbstbewusst. Und Manchester ging ja schon im Halbfinal-Rückspiel unter.

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Nach dem beeindruckenden 3:0-Triumph über Manchester United jubelt Italien über die «Gala-Vorstellung» des AC Mailand - und fiebert nun der Revanche gegen den FC Liverpool im Champions-League- Finale von Athen entgegen: «Ich will Rache», versprach Mittelfeld- Kämpfer Gennaro Gattuso den Tifosi, das immer noch schmerzende Final- Trauma von 2005 auszulöschen. Damals verspielte der sechsfache Cupsieger in Istanbul eine 3:0-Pausenführung und unterlag Englands Rekordchampion im Elfmeterschießen mit 5:6. «Es wird schwer, aber Liverpool hat nicht ManU's Qualitäten», erklärte Milan-Trainer Carlo Ancelotti sein Team für das Athener Finale am 23. Mai zum Favoriten.

Begossene Pudel im Dauerregen

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«Milan hat ein klares Ziel. Sie wollen die Wunde von vor zwei Jahren ausmerzen», sagte auch Coach Ottmar Hitzfeld, dessen FC Bayern München in der Runde zuvor an den Norditalienern gescheitert war. Nach dem technisch wie taktisch beeindruckenden Sieg über ManU strotzt Milan erst recht vor Selbstvertrauen. Kakà (11.), Clarence Seedorf (30.) und Alberto Gilardino (78.) schossen die Mailänder Teufel am Mittwochabend ins Paradies. ManU's «Red Devils» dagegen schlichen im Dauerregen von San Siro wie begossene Pudel vom Platz.

«Dieses Spiel war das Maximum, der Traum jedes Trainers», jubelte Ancelotti. Für ManU-Coach Alex Fergusson hingegen war es nach dem vielversprechenden 3:2 im Hinspiel ein Albtraum: «Milan war einfach in allen Belangen besser», gab er zu. Torwart Edwin van der Saar verhinderte hinter der ersatzgeschwächten Abwehr ein Debakel. Auf das erste englische Champions-League-Finale müssen die Fans von der Insel weiter warten.

Ancelotti die Treue geschworen

«Fergusons Männer sind San Zeros (Heilige Nullen)», spottete «The Sun» mit einem Wortspiel in Anspielung auf das San Siro-Stadion. «Es war brutal», klagte «The Daily Mirror». Die «Gazzetta dello Sport» feierte dagegen Milan und vor allem Ancelotti für sein «Meisterwerk». Nach dem Final-Debakel von 2005 stand der Coach kurz vor dem Rauswurf, jetzt schwor ihm Clubchef Silvio Berlusconi beinahe schon ewige Treue: «Ancelotti bleibt noch viele Jahre», sagte der Ex- Ministerpräsident und versprach weitere Stars für eine neue Milan- Ära. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Brasilien-Star Ronaldinho (FC Barcelona) und Nationaltorwart Gianluigi Buffon (Juventus Turin).

Die Revanche gegen Liverpool ist für Milan mehr als nur die dritte Meisterliga-Finalteilnahme innerhalb von fünf Jahren und die elfte insgesamt. Sie manifestiert das große Milan-Comeback: «Wir waren stärker als das Unrecht, das Pech und der Neid», tönte Berlusconi. In der Tat scheint Milan im Liga-Manipulationsskandal vergleichsweise wegen Nichtigkeiten zu hart bestraft worden zu sein. Nach Aberkennung der Vize-Meisterschaft wurde der Club nur «gnadenhalber» für die Champions League zugelassen, wo er sich dann durch die Qualifikation kämpfen musste. «Das Finale hat uns keiner zugetraut», stellte Kapitän Paolo Maldini nun voller Genugtuung fest.

Freudentränen bei Seedorf

Viele hatten Zweifel, Seedorf dagegen war immer davon überzeugt. Schon vor Wochen forderte er die italienischen Journalisten auf, ihre «Koffer für Athen zu packen». Als 63.000 Tifosi in San Siro den Final-Einzug feierten, vergoss der Niederländer Freudentränen. Gegen ManU war er genauso herausragend wie Kakà, den «La Repubblica» nach seinem 10. Champions-League-Saisontor zum Nachfolger des legendären Johan Cruyff erklärte.

«Jetzt will ich den Cup, mit zwei Toren im Finale Ruud van Nistelrooys Rekord brechen und Geschichte schreiben», kündigte Kakà forsch an. Und Italiens Sportjournalisten grübeln schon jetzt über neue Superlative. (Bernhard Krieger, dpa)


 
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