netzeitung.deChelsea nach Elfer-Krimi ausgeschieden

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Chelseas Frank Lampard (l.) mit Liverpools Xabi Alonso (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Chelseas Frank Lampard (l.) mit Liverpools Xabi Alonso
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Es war auch ohne Michael Ballack spannend: Der FC Chelsea rettete sich im Halbfinal-Rückspiel der Champions League ins Elfmeterschießen, doch die Nerven machten der Mourinho-Elf einen Strich durch die Rechnung.

Das Millionen-Ensemble des FC Chelsea hat die Chance auf vier Titel in einer Saison verpasst und muss nach einem Elfmeter-Krimi weiter auf das erste Champions-League- Finale der Vereinsgeschichte warten. Ohne den verletzten DFB-Kapitän Michael Ballack verlor der englische Fußball-Meister am Dienstagabend im Halbfinal-Rückspiel beim FC Liverpool mit 3:1 (0:1, 0:1, 0:1) im Elfmeterschießen.
Kuijt mit dem entscheidenden Elfmeter
Vor 42.000 Zuschauern an der ausverkauften Anfield Road hatte Daniel Agger (22. Minute) in der regulären Spielzeit das 0:1 aus dem Hinspiel wettgemacht. Nachdem Liverpools Keeper José Reina gegen Boudewijn Zenden und Geremi pariert hatte, verwandelte Dirk Kuijt den entscheidenden Elfmeter. Der Champions-League- Sieger von 2005 trifft im Finale am 23. Mai in Athen auf den Sieger des Duells zwischen dem AC Mailand und Manchester United. «ManU» hatte im Hinspiel Milan mit 3:2 bezwungen.

Bereits am Wochenende hatte Chelsea mit einem 2:2 gegen die Bolton Wanderers und fünf Punkten Rückstand auf «ManU» den nationalen Titel wohl verspielt, trifft im Endspiel des FA-Cups aber noch auf den Erzrivalen aus Manchester. Im Februar hatte das Team des portugiesischen Trainers José Mourinho den Ligapokal gewonnen.

Ohne den am Sprunggelenk operierten Michael Ballack sowie die ebenfalls verletzten Ricardo Carvalho und Andrej Schewtschenko tat sich Chelsea mit dem laufintensiven und kampfbetonten Spiel der Hausherren lange Zeit schwer. Angeführt von ihrem überragenden Kapitän Steven Gerrard zogen die «Reds» verdient zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren in das Finale der «Königsklasse» ein.

Ballack schmerzlich vermisst
Das Fehlen der Leistungsträger Ballack, Carvalho und Schewtschenko konnte Chelsea zunächst nicht kompensieren. Liverpool machte von Beginn an das Spiel und bestimmte das Tempo. Das Tor fiel allerdings nach einer Standardsituation. Nach einer raffinierten Freistoß- Variante - Steven Gerrard schob den Ball an der Strafraumgrenze flach zu Agger - ließ der 22 Jahre alte dänische Verteidiger Chelsea- Torhüter Peter Cech keine Abwehrmöglichkeit.

Erst nach einer halben Stunde fanden die Gäste besser ins Spiel und kamen zu ihrer ersten Torchance. Doch Didier Drogba (32.) scheiterte aus kurzer Distanz an Liverpools Torwart José Reina. Im Angriffsspiel der Londoner fehlte oft die Präzision, das Star- Ensemble leistete sich viele Abspielfehler. Vor der Pause sorgte nur noch ein Freistoß von Frank Lampard für Torgefahr, doch Reina war erneut zur Stelle (45.+1). Auch die erste Viertelstunde nach dem Wechsel gehörte den Gastgebern. Peter Crouch (56.) und Kuijt (59.) hatten die Chance zum 2:0 auf dem Kopf, doch Cech und die Latte verhinderten zunächst einen weiteren Treffer.

Chelsea zeigte allerdings kämpferisch eine starke Leistung und erzwang das Elfmeterschießen. In der Verlängerung hätte bereits Liverpools Kuijt (119.) alles klar machen können, doch sein Schuss war zu unplatziert, um Cech zu überwinden. (Wolfgang Müller, dpa)