Chelsea nach Elfer-Krimi ausgeschieden
01.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Bereits am Wochenende hatte Chelsea mit einem 2:2 gegen die Bolton Wanderers und fünf Punkten Rückstand auf «ManU» den nationalen Titel wohl verspielt, trifft im Endspiel des FA-Cups aber noch auf den Erzrivalen aus Manchester. Im Februar hatte das Team des portugiesischen Trainers José Mourinho den Ligapokal gewonnen.
Ohne den am Sprunggelenk operierten Michael Ballack sowie die ebenfalls verletzten Ricardo Carvalho und Andrej Schewtschenko tat sich Chelsea mit dem laufintensiven und kampfbetonten Spiel der Hausherren lange Zeit schwer. Angeführt von ihrem überragenden Kapitän Steven Gerrard zogen die «Reds» verdient zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren in das Finale der «Königsklasse» ein.
Erst nach einer halben Stunde fanden die Gäste besser ins Spiel und kamen zu ihrer ersten Torchance. Doch Didier Drogba (32.) scheiterte aus kurzer Distanz an Liverpools Torwart José Reina. Im Angriffsspiel der Londoner fehlte oft die Präzision, das Star- Ensemble leistete sich viele Abspielfehler. Vor der Pause sorgte nur noch ein Freistoß von Frank Lampard für Torgefahr, doch Reina war erneut zur Stelle (45.+1). Auch die erste Viertelstunde nach dem Wechsel gehörte den Gastgebern. Peter Crouch (56.) und Kuijt (59.) hatten die Chance zum 2:0 auf dem Kopf, doch Cech und die Latte verhinderten zunächst einen weiteren Treffer.
Chelsea zeigte allerdings kämpferisch eine starke Leistung und erzwang das Elfmeterschießen. In der Verlängerung hätte bereits Liverpools Kuijt (119.) alles klar machen können, doch sein Schuss war zu unplatziert, um Cech zu überwinden. (Wolfgang Müller, dpa)

