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Werder trifft auf Champions-League-Sieger

24. Aug 2006 18:55, ergänzt 20:05
Werder-Trainer Thomas Schaaf (l.) und Klaus Allofs
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Die deutschen Teams haben es in der Gruppenphase der Champions League mit schweren Gegnern zu tun. Werder Bremen hat die größten Brocken erwischt.

Werder Bremen war bei der Auslosung zur Gruppenphase der Champions League am Donnerstag in Monaco wenig Losglück beschieden. Die Hanseaten müssen in Gruppe A gegen das Ballack-Team Chelsea London und Titelverteidiger FC Barcelona sowie Levski Sofia antreten. Die beiden anderen Vertreter aus der Bundesliga stehen dagegen vor weitaus einfacheren Aufgaben. Der deutsche Meister FC Bayern München bekommt es in der Gruppe B mit Inter Mailand, Sporting Lissabon und Spartak Moskau zu tun. Der Hamburger SV spielt in Gruppe G gegen Finalist Arsenal London, FC Porto und ZSKA Moskau.

Werder will Außenseiter-Chance nutzen

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In Bremen hielt sich die Begeisterung nach der Auslosung verständlicher Weise in Grenzen. Trainer Thomas Schaaf äußerte sich gewohnt sachlich: «Wir haben gleich zwei Favoriten auf den Champions-League-Titel erwischt. Jeder rechnet damit, dass Chelsea und Barcelona Platz eins und zwei unter sich ausmachen. Für uns heißt es daher zunächst, mit Sofia um Platz drei zu kämpfen.« Doch dann gab er noch eine höhere Zielsetzung preis: «Danach wollen wir die Favoriten ein wenig ärgern.»

Geschäftsführer Klaus Allofs schlug ähnliche Töne an: «Barcelona und Chelsea sind das beste, was der europäische Clubfußball zu bieten hat. Wer in der Champions League spielt, will sich mit den Besten messen. Wir haben nun die Gelegenheit dazu.« Natürlich sei man Außenseiter, so Allofs weiter,» aber nicht ohne Chancen.«

Doll sieht Chance für HSV

HSV-Trainer Thomas Doll freut sich auf die kommenden Aufgaben. «Wir habe eine Klasse-Auslosung erwischt. Arsenal hat im Finale gestanden, Porto hat die Champions League gewonnen und Moskau ist ein sehr schwerer Gegner. Unser Ziel ist es, ins Achtelfinale zu kommen, die Möglichkeit besteht. Arsenal und Porto sind Geheimfavoriten, aber man sollte uns auf der Rechnung haben. Meine Jungs werden sich zerreißen und in den Spielen weiterentwickeln.»

Bayern-Coach Felix Magath sieht im nachträglich ernannten italienischen Meister den härtesten Gegner. «Inter Mailand ist nicht von schlechten Eltern. Die haben diese Saison mächtig aufgerüstet und sind nicht schlechter als Chelsea und Barcelona.« Das sei für sein Team eine Herausforderung, nachdem man zuletzt im Freundschaftsspiel gegen den FC Barcelona so unter die Räder gekommen war. »Wir haben wieder die Möglichkeit, uns mit einem Spitzenclub zu messen«, so Magath.

Gute Erinnerungen an Inter

Bayern-Manager Uli Hoeneß urteilte: «Diese Auslosung ist eine große Herausforderung für unsere junge Mannschaft. Ich hoffe, dass wir die Gruppenphase überstehen und ins Achtelfinale einziehen.» Besonders gerne erinnern sich die Münchner an die Saison 1988/89, als sie nach einer 0:2-Heimniederlage den Spieß gegen Inter Mailand mit einem 3:1-Sieg im San Siro-Stadion noch umdrehten. Im Vorjahr kam allerdings in der gleichen Arena mit dem 1:4 gegen den AC Mailand der K.o. für den Champions League-Sieger von 2001.

Die Gruppenphase in der europäischen Königsklasse beginnt am 12./13. September und endet mit dem sechsten Spieltag am 5./6. Dezember. Die beiden Erstplatzierten aus jeder der acht Gruppen qualifizieren sich für das Achtelfinale im kommenden Jahr. Das Finale der Champions League findet am 23. Mai 2007 in Athen statt.
(nz)

 
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