netzeitung.deNistelrooy-Wechsel zu Real soll perfekt sein

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Ruud van Nistelrooy (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ruud van Nistelrooy
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Laut einem großen spanischen Radiosender hat Bayern München den Poker um Ruud van Nistelrooy verloren. Der Nationalspieler werde zu einem spanischen Klub wechseln.

Der Transferpoker um den niederländischen Fußball-Nationalspieler Ruud van Nistelrooy ist möglicherweise entschieden. Spanischen Medienberichten zufolge wechselt der von Bayern München umworbene Stürmer zu Real Madrid. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag habe sich Reals Sportdirektor Pedja Mijatovic und der Chef von Manchester United, David Gill, auf den Transfer zum spanischen Hauptstadt-Club verständigt. Aus England gab es jedoch keine Hinweise auf ein Einigung. Vielmehr soll auch der Londoner Premier-League-Club Tottenham Hotspur ins Wettbieten für den 30-jährigen Angreifer eingestiegen sein.

Van Nistelrooy soll den spanischen Berichten zufolge am Freitag im Stadion Santiago Bernabeu nach der medizinischen Routineuntersuchung als neuestes Mitglied der »Millionärs-Mannschaft» vorgestellt werden. In Madrid würde er wieder auf David Beckham treffen, mit dem er schon von 2001 bis 2003 in Manchester spielte. Offiziell hat Real seinen Triumph im Wechselpoker mit dem Deutschen Meister noch nicht bestätigt. Auch beim FC Bayern war am Donnerstag keinerlei Stellungnahme zum angeblichen Real-Coup zu erhalten.

15 Millionen Euro teuer
Die «Königlichen» würden den Berichten zufolge rund 15 Millionen Euro an «ManU» zahlen, bei dem van Nistelrooy eigentlich noch bis 2008 unter Vertrag steht. Er hatte sich Ende der vergangenen Saison jedoch mit Manager Alex Ferguson zerstritten. Ursprünglich wollten die Briten 22 Millionen Euro. Ferguson verlangte am Mittwoch abend im vereinseigenen Fernsehsender «MUTV» gar über 50 Millionen: «Er ist einer der besten Stürmer in Europa. Wenn man bedenkt, dass Andrej Schewtschenko für über 50 Millionen wechselt - er hat das gleiche Alter.»

Die Ablösesumme soll der Sportzeitung «As» zufolge in drei Raten gezahlt werden. Die BBC berichtete hingegen, das jüngste Angebot von Real Madrid sehe eine Barzahlung vor. Der Niederländer wird laut «As» einen Dreijahresvertrag unterschreiben und jährlich fünf Millionen Euro netto verdienen. Er wäre nach dem Kapitän der italienischen Weltmeistermannschaft, Fabio Cannavaro (32), und dem Brasilianer Emerson (30) der dritte prominente Neuzugang Reals.

Tottenham bietet mit
Gegen eine Einigung zwischen Real und «ManU» spricht das neue Interesse von Tottenham. Nach Informationen der «Sun» hat der Club aus dem Norden Londons angeboten, im Tausch für van Nistelrooy den englischen Nationalspieler Michael Carrick abzugeben und zusätzlich noch knapp 15 Millionen Euro nach Manchester zu überweisen.

Das nächtliche Finale der Verhandlungen in Madrid mit einer Niederlage der Münchner würde ganz zur Dramaturgie des wochenlangen Tauziehens passen. Beide Clubs versuchten, sich mit Angeboten gegenseitig zu übertreffen. München hatte noch am letzten Wochenende eine neue Offerte über angeblich umgerechnet 16,8 Millionen Euro für van Nistelrooy abgegeben. In der Öffentlichkeit verbreiteten beide Seiten die Version, der Umworbene wolle lieber bei ihnen spielen. So
sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß am Sonntag optimistisch: «Er will zu uns.»

Doch auch nach dem angeblich geplatzten großen Coup wird dem FC Bayern vor der neuen Saison nicht bange: «Wir arbeiten hier ohne van Nistelrooy», sagte Trainer Felix Magath im am Donnerstag beendeten Trainingslager am Tegernsee. «Das könnten wir auch die ganze Saison.» (nz)