19.12.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Verbale Grätsche: Sir Alex Ferguson
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Angeblich existiert eine Vereinbarung, nach der Europas «Fußballer des Jahres» im kommenden Jahr von Manchester United nach Spanien wechseln soll. «Ich würde denen nicht einmal ein Virus verkaufen», widersprach der Coach von Manchester United.
Manchester Uniteds Trainer Sir Alex Ferguson stemmt sich weiter gegen einen Wechsel Cristiano Ronaldos zu Real Madrid. Der kauzige Coach hat die an seinem populären Schützling interessierten Spanier verbal heftig attackiert und sich gegen jede Form der Verhandlungen ausgesprochen. Nachdem eine spanische Zeitung vermeldet hatte, dass die beiden Vereine ein «Gentleman's agreement» getroffen hätten und Ronaldo nach dem Saisonende in die spanische Hauptstadt wechseln würde, sagte Ferguson am Donnerstag in Japan zu Reportern: «Denken Sie, ich würde in einen Vertrag mit diesem Mob einsteigen. Keine Chance. Ich würde denen nicht einmal ein Virus verkaufen.»
Es gebe absolut keine Vereinbarung zwischen den beiden Vereinen. «Das ist ein Nein», betonte Ferguson nach dem Einzug ins Finale der Klub-Weltmeisterschaft durch den 5:3-Sieg über Asien-Meister Gamba Osaka. «Wir müssen das ignorieren», forderte er mit Blick auf das zunehmende Werben um Ronaldo. «Wir kennen ihr Spiel. Ich denke, wir sollten unseres spielen und sie ignorieren.»
Klub-WM-Finale gegen LDU Quito Ronaldo selbst will derzeit zu dem Thema nichts sagen. Der portugiesische Stürmerstar - jüngst erst zu Europas «Fußballer des Jahres» gewählt konzentriert sich auf den angestrebten Gewinn der Vereins-WM. Im Halbfinale erzielte der Dribbelkünstler einen Treffer, zudem waren Wayne Rooney (2) sowie Darren Fletcher und Nemanja Vidic erfolgreich. Im Finale trifft Champions-League-Gewinner Manchester am Sonntag (11.30 Uhr/MEZ) in Yokohama auf Außenseiter LDU Quito aus Ecuador.
Lobende Worte fand Ferguson für Ronaldos Leistung im Vorschlussrundenspiel. Allerdings hätte der Portugiese, der bislang aus seinem Wunsch, für Real Madrid zu spielen, keinen Hehl machte, sogar noch zwei, drei Tore mehr schießen können. In Verbindung wird Ronaldo mit den Madrilenen gebracht, seit er in der vergangenen Saison 42 Tore erzielte. (dpa/nz)