Bayern München in der Königsklasse:
Kohle für die Großkopferten
11. Dez 2008 11:09
 |  Vermögensverwalter: Rummenigge (l.) und Hoeneß | Foto: dpa |
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Die Bayern spielen finanziell in einer anderen Klasse als der Rest der Bundesliga. Über 250 Millionen haben die Münchner bislang in der Champions League verdient - und es wird noch mehr.
Mit dem vierten Sieg im sechsten Vorrundenspiel hat der deutsche Rekordmeister Bayern München seine Einnahmen in der Champions League allein aus Prämiengeldern auf 10,6 Millionen Euro hochgeschraubt. Dazu kommen noch mehrere Millionen Euro aus dem sogenannten Marktpool. Diese werden nach dem Scheitern von Schalke in der Qualifikation und dem «Königsklassen»-Aus von Werder Bremen üppig ausfallen.
Insgesamt konnten die Münchner - seitdem 1994/95 erstmals 16 Mannschaften an der Gruppenphase der Champions League teilnahmen - bereits über 250 Millionen in der Meisterklasse verdienen. Als zweiter Club nach Manchester United durchbrachen die Münchner damit diese Schallmauer; Zuschauereinnahmen sind hier nicht eingerechnet.
Rund 37,2 Millionen Euro
Das Geldverdienen geht vom Achtelfinale an munter weiter. Neben weiteren Prämien kommt den Bayern der Marktpool zugute, der sich für den deutschen Markt wie in der Saison 2007/08 erneut auf rund 37,2 Millionen Euro belaufen wird. Dessen Höhe unterscheidet sich von Land zu Land und hängt von den TV-Einnahmen ab.
Die eine Hälfte des Betrages wird nach dem Abschneiden in der Champions League ausgeschüttet, die andere nach der Bundesligaplatzierung in der zurückliegenden Saison. Der FC Bayern erhält dabei als Meister 10,2 Millionen Euro, hat also bereits jetzt mit den Prämien knapp 21 Millionen Euro sicher.
Während die zu verteilenden Summen aus dem Marktpool erst nach Ende des Wettbewerbs exakt feststehen, können die bislang verdienten Prämiengelder der Uefa schon bis auf den letzten Cent im Etat verplant werden. Zu der festen Teilnahmeprämie von drei Millionen Euro und 400.000 Euro für jedes Gruppenspiel (bei sechs Gruppenspielen 2,4 Millionen Euro) kommen noch 2,4 Millionen Euro für bislang vier Siege in der Gruppenphase und 600.000 Euro für zwei Unentschieden hinzu. Für den Einzug in das Achtelfinale gibt es 2,2 Millionen Euro.
Manchester und Chelsea mit vollen Taschen
Wie viel am Ende verdient werden kann, zeigten die Finalisten des Vorjahres. Krösus der vergangenen Saison war Titelgewinner Manchester United mit 42,9 Millionen Euro, gefolgt vom Endspielgegner FC Chelsea mit 36,4 Millionen. (nz/dpa)