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Champions-League-Auslosung: 

Kaum Brocken für Bayern und Bremen

28. Aug 2008 20:00, ergänzt 20:49
Die Führung des Rekordmeisters kann mit der Auslosung zufrieden sein
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Die beiden deutschen Königsklassen-Vereine können sich gegen die meisten ihrer Gegner durchaus Chancen ausrechnen. Trotzdem warnt Münchens Trainer Klinsmann: «Die Gruppe hat es in sich».

Lösbare Aufgaben, aber unangenehme Gegner: Das Bundesliga-Duo Bayern München und Werder Bremen kann mit vorsichtigem Optimismus der Vorrunde der Fußball-Champion-League entgegensehen. Der deutsche Meister aus München bekommt es bei seinem Comeback nach einjähriger Verbannung in den Uefa-Pokal-Wettbewerb in der Gruppe F mit Olympique Lyon, Steaua Bukarest und dem ehemaligen Luca-Toni-Club AC Florenz zu tun.

Der Meisterschafts-Zweite Werder Bremen hatte bei der Auslosung am Donnerstag in Monte Carlo ebenfalls Glück. In der Gruppe B spielen die Hanseaten zwar gegen den favorisierten italienischen Meister Inter Mailand mit Star-Trainer José Mourinho. Doch die anderen beiden Teams Panathinaikos Athen und Debütant Anorthosis Famagusta aus Zypern scheinen schlagbar zu sein.

Klinsmann warnt: «Die Gruppe hat es in sich»

Der FC Schalke 04, Viertelfinalist in der Vorsaison, war am Mittwoch in der Qualifikation gegen Atlético Madrid gescheitert und muss im Uefa-Pokal-Wettbewerb starten. Der FC Bayern beginnt am 17. September die Vorrunde mit dem Spiel in Bukarest. Die Bremer treffen zunächst am 16. September auf Außenseiter Famagusta. Die Gruppen-Partien enden am 11. und 12. Dezember.

Die Bayern haben in ihrer Gruppe die Favoritenrolle. Doch warnte Trainer Jürgen Klinsmann bereits: «Diese Gruppe hat es in sich. Lyon ist ein Brocken, Florenz hat seinen Reiz durch Luca Toni, und Bukarest hat eine sehr spielstarke Mannschaft.» Vor allem an den französischen Meister aus Lyon haben die Bayern unangenehme Erinnerungen. Auf dem Weg zum Titel 2001 kassierten die Münchener in der Zwischenrunde in Lyon ein peinliches 0:3.

Tonis Wiedersehen mit Florenz

Für Bundesliga-Torschützenkönig Toni gibt es gleich in seinem ersten Champions-League-Jahr ein Wiedersehen mit dem AC Florenz, für den der italienische Weltmeister lange auf Torejagd ging. Die Europapokal-Erfahrungen der Bayern mit Steaua Bukarest liegen schon Jahrzehnte zurück. 1972 setzten sich die Bayern im Viertelfinale des damaligen Pokalsieger-Wettbewerbs dank des auswärts erzielten Treffers von Stürmer-Legende Gerd Müller durch.

«Wir haben eine Gruppe bekommen, in der uns die Möglichkeiten offen stehen, ins Achtelfinale einzuziehen», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Auch für Clubchef Jürgen L. Born «hat diese Gruppe einen großen Reiz». Aber er warnte auch: «Wir müssen diese Gruppe sehr engagiert angehen und dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen.» Die Rolle des Favoriten kommt Inter Mailand zu. Schon einmal waren die Italiener Werders Gegner. In der Gruppen-Phase 2004/2005 spielten die Norddeutschen 0:2 in Mailand und 1:1 im Weserstadion und kamen weiter. «Wir haben mit Inter noch eine Rechnung offen», meinte Born.

Bremen spekuliert auf zweiten Platz

Auch diesmal spekulieren die Bremer zumindest auf den zweiten Platz und den damit verbundenen Einzug in das Achtelfinale. Das mit elf Spielern beinahe runderneuerte Panathianaikos Athen ist als Meisterschafts-Dritter das einzige Team aus Griechenland in der Champions League. Famagusta ist die erste Mannschaft von der Mittelmeerinsel, die im Konzert der Großen mitspielen darf. Die Zyprer hatten in der Qualifikation ausgerechnet Olympiakos Piräus ausgeschaltet, gegen das Werder in der vergangenen Saison in der Vorrunde gescheitert war.

Erstmals seit der Saison 2003/2004 ist die Bundesliga mit nur zwei Teams vertreten. Durch das Aus ihres Liga-Konkurrenten Schalke dürfen sich der FC Bayern und Werder schon vor dem ersten Gruppenspiel über einen finanziellen Zuschlag freuen. Der FC Bayern erhält aus dem sogenannten Markt-Pool der UEFA als Meister 10,2 Millionen Euro (55 Prozent), Bremen als Vizemeister 8,4 Millionen (45 Prozent). Hätte Schalke den Einzug in die Gruppenphase geschafft, wäre die Verteilung wie folgt ausgefallen: Bayern 8,4 Millionen, Bremen 6,5 Millionen, Schalke 3,7 Millionen. (dpa)

 
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