Empfang für van der Vaart in Madrid: 

netzeitung.de«Ein Traum geht in Erfüllung»

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Angekommen: Rafael van der Vaart (M.) zwischen Ehrenpräsident Di Stefano und Präsident Calderon (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Angekommen: Rafael van der Vaart (M.) zwischen Ehrenpräsident Di Stefano und Präsident Calderon
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Jetzt ist er da, wo er schon immer hin wollte: Rafael van der Vaart ist in Madrid von 4000 Fans empfangen worden. Aber auch der Hamburger SV scheint mit dem Wechsel des Niederländers zufrieden zu sein.

4000 Real-Fans sind am Dienstag zur Vorstellung von Rafael van der Vaart ins Madrider Bernabéu-Stadion gepilgert und haben dem Niederländer einen begeisterten Empfang bereitet. Van der Vaart, den der Hamburger SV am Montag für mehr als 15 Millionen Euro verkauft hatte, wird bei seinem neuen Verein möglicherweise die einzige Neuverpflichtung für die kommende Spielzeit sein. «Van der Vaart ist unser erster Neuzugang in dieser Saison, und er wird möglicherweise die einzige bleiben», sagte Real Präsident Ramón Calderón.

Kein weiterer Neuzugang?
Mit diesen Worten dämpfte der Klubchef die Hoffnungen auf eine Verpflichtung des portugiesischen Weltklassestürmers Cristiano Ronaldo von Manchester United. «Wir gehen davon aus, dass in unserer Mannschaft sehr viel Qualität und Talent steckt», betonte Calderón. Dem Ex-HSV-Kapitän gab der Real-Boss die Worte auf den Weg: «Hier haben die besten Fußballer der Welt gespielt. Auch du wirst zu den Besten gehören.»

Van der Vaart sagte: «Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Ich hoffe, mit Real möglichst viele Titel zu gewinnen.» Der 25-Jährige war mit seiner Familie erschienen. Auch seine aus Südspanien stammenden Großeltern erlebten die Zeremonie mit. Zuvor hatte der neue Real-Profi den medizinischen Test bestanden und seinen Fünfjahresvertrag unterschrieben.

Alles richtig gemacht
Der HSV-Aufsichtsrat stellte dem Klub-Vorstand unterdessen für den Millionendeal ein erstklassiges Zeugnis aus. «Das Ganze hat sehr viel Nerven gekostet und wurde von unserem Vorstand hervorragend gemacht», attestierte Aufsichtsratschef Horst Becker dem Gremium um Bernd Hoffmann glänzende Arbeit. «Wir hätten im nächsten Jahr nur 1,5 Millionen Euro für ihn bekommen. Da war es nicht zu erwarten, dass wir so viel heraushandeln konnten. Es ist optimal gelaufen», sagte Becker am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Rund 16 Millionen Euro wird der spanische Meister auf das hanseatische Konto überweisen, wovon allerdings fast zwei Millionen weiter an Ajax Amsterdam fließen werden. Dennoch genug Geld für die Norddeutschen, um bis zum Abschluss der Transferperiode Ende August noch die eine oder andere Verstärkung für das Team zu holen.

«Wir haben eine starke Mannschaft. Ich habe keine Bange, dass der HSV in der neuen Saison mit diesem Trainer-Team eine gute Rolle spielen wird», sagte Becker. «Jetzt haben wir noch einen Monat Zeit, uns zu verstärken. Da ist der Vorstand gefragt, wir werden uns nicht ins operative Geschäft einmischen.» Namen von möglichen Kandidaten wie dem russischen Nationalstürmer Roman Pawljutschenko von Spartak Moskau wollte Becker nicht kommentieren. Und das Interesse von Juventus Turin an Ivica Olic, von der die «Sportbild» erfahren haben will, kann ihn zunächst auch kalt lassen. Denn der umworbene Stürmer will in den nächsten Wochen mit dem HSV verlängern. (dpa)