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30. Bundesliga-Spieltag: 

Bayern macht den Titel klar

27. Apr 2008 18:53, ergänzt 19:26
Der feine Unterschied zum Rest der Liga: Franck Ribéry (l.) und Luca Toni
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Deutlicher hätte die Wachablösung nicht ausfallen können: Der scheidende Deutsche Meister VfB Stuttgart musste beim kommenden Titelträger anerkennen, dass gegen Bayern München in dieser Saison kein Kraut gewachsen ist.

Mit einem brillant aufspielenden «Edeljoker» Franck Ribery hat der FC Bayern München ausgerechnet gegen den entthronten Champion VfB Stuttgart sein Meisterstück gemacht. Mit dem überlegenen herausgespielten 4:1 (1:1)-Heimerfolg am Sonntag gegen die Schwaben baute der Rekordmeister seinen Vorsprung auf Werder Bremen und FC Schalke 04 auf zwölf Punkte aus. Angesichts der zudem deutlich besseren Tordifferenz könnte an den letzten vier Spieltagen nur noch ein Fußball-Wunder den Verfolgern die Schale bescheren und den 21. Titelgewinn des Teams von Trainer Ottmar Hitzfeld verhindern. Es wäre das siebte Double.

Hitzfeld rotiert

Vier Tage vor dem Uefa-Pokal-Rückspiel am Donnerstag (18.30/Premiere und Sat.1) bei Zenit St. Petersburg konnte sich Hitzfeld den Luxus leisten, ein halbes Dutzend Stammkräfte zu schonen - trotzdem reichte es zu den siegbringenden Toren von Luca Toni (8.), Mark van Bommel (55.) und dem Doppelschlag durch Ribery (75./76). Beim zwischenzeitlichen Ausgleich durch Antonio da Silva (19.) hatte van Bommel den Ball unhaltbar für Kahn-Ersatz Michael Rensing abgefälscht. Den Stuttgartern brachte auch das Comeback von Mario Gomez nach vierwöchiger Verletzungspause nichts. Die Champions-League-Qualifikation dürfte für das Team von Trainer Armin Veh nach der herben Enttäuschung nicht mehr erreichbar sein.

Sein Kollege Hitzfeld setzte einmal mehr auf Rotation. So stand Rensing für den angeschlagenen Kahn im Tor. «Ich glaube, es wäre nicht intelligent gewesen zu spielen», sagte Kahn. Ribery und Ze Robert wurden für eine Stunde geschont. Überraschend stürmte jedoch Nationalstürmer Klose mit gebrochenem Nasenbein neben dem beim 1:1 am vergangenen Donnerstag im Uefa-Cup-Heimspiel gegen die Russen gesperrten Luca Toni.

Toni trifft, Gomez nicht

Der Weltmeister aus Italien brauchte nicht lange, dann demonstrierte er seinen Wert eindrucksvoll mit seinem 21. Bundesliga-Tor. Stuttgarts Delpierre spielte dem Bayern-Torjäger eine Van-Bommel-Flanke vor die Füße, der Italiener nahm das Geschenk dankbar an und staubte ab. Beim Stuttgarter Ausgleich fälschte der starke van Bommel den direkten Freistoß von Da Silva ab, Rensing war völlig machtlos.

Beflügelt vom hochverdienten Ausgleich übernahmen die Gäste angetrieben durch den starken Bastürk das Kommando. Bei den Bayern schien die Laufbereitschaft zu fehlen, die Rotation ging auf Kosten der Harmonie. Im Mittelfeld war Ersatz-Kapitän Sagnol ein Total-Ausfall.

Ribéry mit Zauber-Doppelpack

Im Duell des designierten Titelträgers gegen den Noch-Meister bescherte eine Standardsituation den Münchnern die Führung, als der wie Klose mit gebrochener Nase spielende van Bommel mit einem indirekten Freistoß aus 25 Metern erfolgreich war. Kurz danach wurde der Niederländer genau wie Sagnol für den Kampf um den Einzug ins Uefa-Pokal-Finale in St. Petersburg geschont. Ribery und Ze Roberto kamen. Und der Franzose spielte sich schon einmal war für das Duell in Russland. Mit einem Traumtor sorgte er für die Entscheidung und machte noch nicht einmal 60 Sekunden später seinen ersten Bundesliga- Doppelpack mit einer weiteren feinen Einzelleistung perfekt. In der Schlussphase verhinderte Schäfer mit zwei tollen Paraden gegen den spät eingewechselten Podolski ein VfB-Debakel. (dpa)

 
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