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Fußball-Bundesliga: 

Bayern: Stuttgart zu Gast, Zenit im Kopf

27. Apr 2008 14:26
Ottmar Hitzfeld (l.) und Luca Toni
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Es scheint, als kämen Bayern München die Bundesliga-Ergebnisse vom Samstag gerade recht. Statt einer möglichen Meisterfeier kann man sich beim Rekord-Champion nun ganz auf den Uefa-Pokal konzentrieren, egal wie die Partie gegen den VfB Stuttgart ausgeht.

Der FC Bayern ist dem 21. Meistertitel ganz nah, perfekt machen können ihn die Münchner im Heimspiel am Sonntag gegen den noch amtierenden Champion VfB Stuttgart aber noch nicht. Denn der Tabellenzweite SV Werder Bremen (3:3 in Karlsruhe) und der drittplatzierte FC Schalke 04 (1:0 beim HSV) haben nach ihren Punktgewinnen am Samstag mit jeweils 54 Zählern noch die minimale Chance, den enteilten Bundesliga-Spitzenreiter (63 Punkte) im Endspurt doch noch abzufangen.

Hitzfeld vom Titelgewinn überzeugt

Dank des Bremer Unentschiedens in Karlsruhe können die Bayern jedoch nur eine Woche nach dem 14. DFB-Pokalgewinn mit einem Sieg im Süd-Gipfel das siebte Double der Vereinsgeschichte wenigstens zu 99,9 Prozent unter Dach und Fach bringen: Bei einem Erfolg gegen Stuttgart hätten sie vier Spieltage vor Schluss 12 Zähler Vorsprung und die deutlich bessere Tordifferenz gegenüber den «Verfolgern» Bremen und Schalke. Die Rechenspiele interessieren Trainer Ottmar Hitzfeld nicht besonders: «Ich bin überzeugt, dass wir Meister werden, der Zeitpunkt ist mir relativ egal», hatte er am Freitag gesagt.

Zwei Mal haben es die Bayern in der Bundesliga-Geschichte geschafft, bereits am fünftletzten Spieltag Meister zu werden. In den Spielzeiten 1972/73 und 2002/03 standen sie jeweils nach der 30. Runde als Champion fest. In dieser Saison kann der Vollzug nun frühestens am 31. Spieltag erfolgen. Es wäre die insgesamt vierte Start-Ziel-Meisterschaft der Bayern: In den Spielzeiten 1968/69, 1972/73 und 1984/85 standen sie auch vom ersten bis zum letzten Spieltag an der Tabellenspitze.

«Drei, vier, fünf frische Kräfte»

Mit Rücksicht auf das Halbfinal-Rückspiel im Uefa-Pokal gegen Zenit St. Petersburg am kommenden Donnerstag will Hitzfeld gegen Stuttgart einmal mehr personell rotieren. Der Coach kündigte den Einsatz von «drei, vier, fünf frischen Kräften» im Vergleich zum 1:1 am vergangenen Donnerstag im Hinspiel gegen St. Petersburg an.

Torhüter Oliver Kahn, der gegen St. Petersburg wegen eines eingeklemmten Nervs ausgewechselt werden musste, trainierte am Samstag nicht und dürfte von Michael Rensing vertreten werden. «Sicherlich muss man abwägen, was wichtiger ist: eine Partie in der Bundesliga, wo wir so gut wie Meister sind, oder eben ein Uefa-Cup- Halbfinale», sagte Kahn am Samstag «Welt Online». Auch Philipp Lahm (Adduktoren-Probleme) soll eine Pause erhalten. Überraschend war dagegen am Samstag Miroslav Klose trotz seines Nasenbeinbruchs beim Abschlusstraining dabei. Hitzfeld hatte noch tags zuvor einen Einsatz des Nationalstürmers ausgeschlossen.

Gomez nur als Joker?

Die 69.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena dürfen sich wohl auch auf das große Duell der Torjäger freuen. Luca Toni (20 Treffer) kann nach seiner Sperre im Uefa-Pokal in der Bundesliga wieder auf Torejagd gehen - und bei den Stuttgartern ist Mario Gomez (15 Tore) nach vierwöchiger Verletzungspause wieder fit. VfB-Coach Armin Veh wird den Nationalstürmer aber vielleicht nur als «Joker» bringen. «Es steht noch nicht fest, ob er von Anfang an spielt. Er ist aber auf jeden Fall dabei», sagte Veh. «Mario hat zwar keine Beschwerden mehr, war aber bei nur zwei Trainingseinheiten dabei.»

Für den VfB - im Hinspiel 3:1-Sieger - steht in München viel auf dem Spiel: Mit einem Auswärtssieg könnten die Schwaben den punktgleichen Hamburger SV von Platz vier verdrängen und sogar weiter auf einen Champions-League-Platz hoffen. (Klaus Bergmann, dpa)

 
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