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Champions League in Gefahr: 

Beim HSV liegen die Nerven blank

18. Apr 2008 11:50
HSV-Kapitän Rafael van der Vaart
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Angesichts der sportlichen Krise kracht es gewaltig im Gebälk des Hamburger SV. Rafael van der Vaart wurde nach seiner Trainerschelte mit einer Geldstrafe belegt, Vincent Kompany gießt derweil neues Öl ins Feuer.

Kapitän Rafael van der Vaart ist vom Vorstand des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV mit einer Geldstrafe belegt worden. Der Niederländer hatte öffentlich sein Unverständnis über die Suspendierung seines Mannschaftskollegen Vincent Kompany geäußert. Der zum Saisonende scheidende Trainer Huub Stevens hatte den Belgier für eine Woche ausgeschlossen, weil dieser nach der Niederlage im Spiel gegen den MSV Duisburg (0:1) am vergangenen Samstag Kritik an der taktischen Ausrichtung der Mannschaft geübt haben soll.

«Ich habe diese Maßnahme nicht verstanden»

Van der Vaart hatte nach der Aussortierung von Kompany erklärt: «Ich habe die Maßnahme nicht verstanden. Es kann nicht sein, dass ein Spieler, nur weil er schlecht gespielt hat, plötzlich nicht mehr dabei ist.» Die HSV-Führung war daraufhin am Donnerstag zur Manöverkritik in die Mannschaftskabine geeilt. Danach teilte Sportchef Dietmar Beiersdorfer mit, van der Vaart habe den Verhaltenskodex verletzt und sei deshalb intern bestraft worden. Über die Höhe der Geldbuße wollte er keine Angaben machen.

Der suspendierte Kompany darf am Montag wieder mit der Mannschaft trainieren. In einem Gespräch mit dem «Hamburger Abendblatt» (Freitag-Ausgabe) bestätigte der belgische Nationalspieler Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Stevens. «Aber ich brauche keine Ruhepause», sagte der 22-Jährige. «Ich bin immer ein Rebell gewesen. Aber ich hatte auch immer Disziplin.»

Kompany: «Ich brauche keine Ruhepause»

Nach fünf Spielen ohne Sieg und teilweise schwachen Leistungen hat die Stimmung in der Mannschaft und in der Vereinsführung Schaden genommen. Um den anvisierten Platz in der Champions League muss der Verein bangen. Derzeit sind die Hamburger Tabellenvierter. Vorstandschef Bernd Hoffmann hatte nach dem Duisburg-Spiel gesagt: «Wenn wir so weiterspielen, gewinnen wir keinen einzigen Punkt mehr.» Die Leistung in der jüngsten Partie bei Hertha BSC Berlin (0:0) ließ kaum Steigerungen erkennen. (dpa)

 
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