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Schwaches Spiel im Olympiastadion: 

Keine Tore in Berlin

15. Apr 2008 22:47
Hamburgs Ivica Olic (l.) nach seinem Fehlschuss
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Angst und Verunsicherung prägten die Partie der Hertha gegen den Hamburger SV. Ein verschossener Elfmeter und die ernüchternde Darbietung drohen den Europapokalträumen der Gäste ein jähes Ende zu bereiten.

Champions League-Anwärter Hamburger SV ist weiter im Sinkflug - und auch Hertha BSC kann in der Bundesliga einfach nicht mehr gewinnen. Am 29. Spieltag trennten sich beide Team vor 40.289 Zuschauern im Berliner Olympiastadion 0:0 und boten dabei größtenteils Fußball zum Abgewöhnen. Mit dem torlosen Remis wartet der HSV nun schon fünf Partien auf einen «Dreier», Hertha sogar sieben. Und im Kampf um die Königsklasse büßten die Hamburger zwei weitere Zähler ein. Selbst einen Foulelfmeter konnte Ivica Olic für den HSV am Dienstagabend nicht nutzen. Der Kroate zielte in der 76. Minute am Tor vorbei.

«Wir müssen in der ersten Halbzeit in Führung gehen. Wir wurden leider nicht mit einem Sieg belohnt, den wir verdient gehabt hätten», sagte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer. Mit Blick auf das Rennen um die Champions-League-Plätze merkte er an. «Da sollten wir auch mal wieder gewinnen, das ist klar.» Herthas Nationalspieler Arne Friedrich gestand einen etwas glücklichen Punktgewinn ein. «Die Mannschaften haben sich neutralisiert. Heute können wir uns nicht beklagen, dass wir nur den einen Punkt mitgenommen haben. Uns hat die letzte Entschossenheit gefehlt.»

Ersatzgeschwächte Gäste

Über lange Phasen spielte im Olympiastadion Angst gegen Verunsicherung. Die Gastgeber hatten sechs Spiele hintereinander nicht mehr gewonnen, die Gäste vier - und genauso agierten beide. Fehlpässe, Ballverluste, Stellungsfehler, wegspringende Bälle: Viele Zuschauer hatten bei nasskaltem Wetter schon vor der Pause die Geduld verloren. Gleich in der ersten Minute produzierte Herthas Wintereinkauf Rudolf Skacel den ersten Schnitzer, der wieder genesene Olic konnte aus dem schlechten Rückpass aber nichts Zählbares machen.

Dann dauerte es immerhin 34 weitere Minuten, bis der HSV zur nächsten Chance kam: Diesmal verschenkte Friedrich die Kugel, Mohamed Zidan flankte - doch Änis Ben-Hatira scheiterte freistehend am gut reagierenden Hertha-Keeper Jaroslav Drobny. Der 19-jährige Ex-Berliner Ben Hatira hatte schon nach 18 Minuten den Argentinier Juan Pablo Sorin ersetzt, der erneut verletzt passen musste. Van der Vaart, Atouba, Jarolim und Kompany hatten Trainer Huub Stevens, der nach einer erneuten Operation bei seiner Frau doch rechtzeitig zum Spiel in Berlin war, ohnehin schon gefehlt.

Hertha ohne Sturmreihe

Noch eine Stufe harmloser agierten lange Zeit die Berliner, die mit Top-Torjäger Marko Pantelic (11 Saisontore), Raffael (3) und Solomon Okoronkwo (4) ihre drei besten Torschützen verletzungsbedingt nicht dabei hatten. Die erste etwas größere Aufregung im Hamburger Strafraum gab es erst eine Minute vor der Pause nach einer Hereingabe von Mineiro, doch Collin Benjamin bereinigte die Situation. Zwei Minuten nach der Pause hätte Patrick Ebert dann Hertha in Führung bringen müssen, doch auf links freigespielt bugsierte der übermotivierte 21- Jährige den Ball neben den Pfosten.

Wenigstens waren in Hälfte zwei etwas mehr Tempo und Einsatz zu verzeichnen - meist von den Gastgebern. Doch Toraktionen blieben Mangelware. Hertha hat in 29 Bundesliga-Spielen gerade mal 30 Treffer zustande gebracht, Hamburgs Schnitt lag in den letzten fünf sieglosen Partien sogar unter eins. Da passte es ins Bild, dass Olic einen von Josip Simunic an Guy Demel verschuldeten Foulelfmeter mehr als einen Meter neben das Hertha-Tor setzte. Und auch die letzten Versuche der Gäste blieben ohne Folgen, da Drobny stark klärte. (dpa)

 
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