Die Duisburger, die erwartungsgemäß auch keine Bäume ausrissen, zeigten jedoch, dass ihre Drohung Richtung Hamburg kein leeres Gerede war. Auf das überraschende 2:1 bei Werder Bremen verweisend, hatte Trainer Rudi Bommer vor der Partie verkündet: «Wer in Bremen etwas holen kann, kann auch in Hamburg gewinnen.» Der 50-Jährige sollte Recht behalten. Zunächst verfehlten Claudiu Niculescu (20., 43.) und Christian Tiffert (36.) noch das Ziel, doch dann nahm Grlic Maß: Nach einem Einwurf zog der 32-Jährige von der Strafraumgrenze ab und ließ HSV-Schlussmann Frank Rost keine Chance. HSV-Trainer Huub Stevens reagierte und holte Nationalspieler Piotr Trochowswki ausgerechnet in dessen 100. Bundesliga-Spiel vom Platz. Für ihn kam der Argentinier Juan Pablo Sorin, der bereits eine Woche zuvor in Stuttgart ein Vier-Minuten-Comeback gegeben hatte. Doch auch der ehemalige Nationalspieler konnte nicht Wende bringen. Zwar hatten die Einheimischen durch de Jong (63., 83., 87.), Paolo Guerreo (67., 90.+2) und Bastian Reinhardt (86.) noch Tormöglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzen.