08. Apr 2008 20:46
Der Deutsche Fußball-Bund hat den 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt wegen der Vorkommnisse am vergangenen Spieltag mit saftigen Geldstrafen belegt. Im Wiederholungsfall drohen dem «Club» noch härtere Sanktionen.
Dem «Club» wurde zudem in der schriftlichen Urteilsbegründung eine Platzsperre, ein Teilausschluss der Öffentlichkeit oder eine Spielansetzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit bei einem erneuten gravierenden Vorfall angedroht, hieß es in einer DFB-Mitteilung. Strafmildernd wurde beiden Vereinen angerechnet, dass sie sich in der 20-minütigen Spielunterbrechung erfolgreich bemüht haben, weitere Ausschreitungen und somit eine weitere Eskalation zu verhindern. Besonders positiv wurde vom Gericht das Verhalten von Nürnbergs Präsident Michael A. Roth, Frankfurts Vorstandsvorsitzendem Heribert Bruchhagen und des stellvertretenden Veranstaltungsleiters Philipp Reschke in der Urteilsbegründung gewürdigt.In der ersten Halbzeit waren im Nürnberger Zuschauerblock mehrfach Feuerwerks- und Knallkörper gezündet worden, die auch in den Stadion- Innenraum geworfen wurden. In der 30. Spielminute musste Schiedsrichter Peter Gagelmann das Spiel daher für 20 Minuten unterbrechen. «Wir akzeptieren das Urteil und hoffen, dass so was nicht mehr vorkommt», sagte Nürnbergs Manager Martin Bader. Nach der «sehr hohen Geldstrafe» hofft der «Club» weiterhin darauf, die Täter haftbar zu machen. «Das ist klar mit dem DFB und der Polizei besprochen», sagte Bader. Das Bildmateriel werde gesichtet. Sollte dabei ein Übeltäter identifiziert werden, soll er auch zur Kasse gebeten werden.