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Erneuter Doppelpack des Weltmeisters: 

Toni schießt Bayer ab

22. Mrz 2008 17:43, ergänzt 18:55
Luca Toni (l.) jubelt, René Adler ist bedient
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Die Hoffnungen der Bayern-Jäger ruhten auf den Schultern der zuletzt so starken Leverkusener. Doch der Rekordmeister hat eindrucksvoll bewiesen, dass die Niederlage in Cottbus nur ein Ausrutscher war.

Dank Torgarant Luca Toni hat der FC Bayern München einen großen Schritt Richtung 21. Meisterschaft gemacht und Bayer Leverkusen aus dem Titelrennen der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Der Italiener war am Samstag beim 2:1 (1:0)-Erfolg in München mit seinen zwei Treffern (17./59.) einmal mehr der Matchwinner für den Rekordmeister. Mit nunmehr 16 Toren übernahm er auch die alleinige Führung in der Torschützenliste. Der 1:2-Anschlusstreffer von Dmitri Bulykin (83.) kam für die Gäste zu spät.

«Die Mannschaftsleistung war heute überragend. Wir haben den Gegner immer beherrscht und sehr gut nach vorne gespielt», sagte ein zufriedener Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld. Sein Gegenüber Michael Skibbe zeigte sich als fairer Verlierer: «Die Klasse der Bayern ist uns von der ersten Minute an entgegen geschlagen. Wir sind in erster Linie an der Qualität des Gegners gescheitert», meinte der Bayer- Coach.

Sieben Punkte Vorsprung

Die meisten der 69.000 Zuschauer jubelten nicht nur über drei Punkte, sondern auch über einen Dämpfer für den Verfolger Nummer 1. Durch das 1:1 des Hamburger SV beim VfL Wolfsburg bauten die Münchner den Vorsprung an der Tabellenspitze auf sieben Punkte vor dem HSV aus. Leverkusen, das letztmals vor zwei Jahrzehnten beim FC Bayern gewinnen konnte, liegt gar schon neun Zähler zurück. Drei Tage nach dem Einzug in das DFB-Pokal-Finale boten die Münchner beim Triple-Kampf lange eine abgeklärte Leistung, in der Schlussphase wurden sie aber etwas nachlässig und mit dem 1:2 bestraft.

In der ausverkauften Allianz Arena boten die beiden Uefa-Cup-Viertelfinalisten eine erfrischende Anfangsphase, in der ein Abseitstor von Toni (4.) zurecht nicht gegeben wurde. Jubeln durfte der Weltmeister, der nach seiner Pokal-Sperre erwartungsgemäß für Lukas Podolski in die Mannschaft zurückkehrte, dann in der 17. Minute. Franck Ribéry bediente Miroslav Klose mustergültig - und der WM-Torschützenkönig bereitete einmal mehr uneigennützig und zum fünften Mal ein Tor seines italienischen Angriffspartners vor.

Bulykins Treffer kommt zu spät

Die Münchner gaben im Liga-Gipfel die Richtung vor, aber ganz ungefährlich war die Werkself nicht. In seinem 200. Bundesliga-Spiel hätte Lucio in der 15. Minute einen Schuss von Stefan Kießling fast zum 0:1 ins eigene Tor gelenkt. Beim ebenfalls abgefälschten Bernd- Schneider-Schuss (29.) war Oliver Kahn dann im Fallen mit einer Fußabwehr zur Stelle.

«Ich gehe davon aus, dass wir direkt Druck machen werden, wir wollen so schnell wie möglich das 2:0», gab der gesperrte Christian Lell in der Pause die Marschroute vor - und nach 14 Minuten war es soweit. In seinem 50. Liga-Einsatz bediente Mark van Bommel den bis dato glücklosen Philipp Lahm und dessen Flanke fand den Kopf von Toni: 2:0. Nach Zuspiel von Ribéry vergab Toni freistehend vor Rene Adler gar das 3:0 (66.).

Trotz des Rückstands gaben die Gäste nicht auf und verdienten sich angeführt vom emsigen Simon Rolfes Fleißkärtchen: durch das 1:2 von Joker Bulykin wurden sie belohnt. Bei ihren Vorstößen verpassten die Münchner durch Martin Demichelis (72.) dagegen einen klareren Erfolg und Lukas Podolski (78./79.) das Ende seiner einjährigen Liga- Torflaute. Van Bommel (83.) sah im ersten Spiel nach seiner Sperre gelb - und ist in der nächsten Partie wieder nur Zuschauer. (dpa)

 
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