Auch ohne die angeschlagenen Diego Klimowicz, Florian Kringe, Alexander Frei und Sebastian Kehl trugen die Gäste drei Tage vor dem Pokal-Halbfinale gegen Zweitligist Carl Zeiss Jena mit gefährlichen Kontern zu der unterhaltsamen Partie bei. Als der HSV im zweiten Durchgang das Tempo der ersten Halbzeit zunächst nicht mehr aufnehmen konnte und die Dortmunder binnen weniger Minuten gleich vier erfolgversprechende Tormöglichkeiten hatten, brachte Stevens Stürmer Olic für Verteidiger Thimothee Atouba. Der Kroate servierte dann auch acht Minuten später die Vorlage für das entscheidende Tor durch Guerrero, der den Ball als Nahdistanz einschoss (63.). Insbesondere für BVB-Trainer Thomas Doll war die Partie «kein ganz normales Spiel», wie er vor dem Anpfiff bekannte. Erstmals seit seiner Entlassung beim HSV vor gut 13 Monaten war er an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Die Zuschauer empfingen den einstigen HSV-Profi und -Trainer mit Beifall. Während der ersten Halbzeit leistete er sich mit seinem HSV-Kollegen Stevens allerdings einen heftigen Disput an der Seitenlinie - offenbar über eine Schiedsrichterentscheidung. (nz/dpa)